Woher kommst du eigentlich – eine harmlose Frage?

    User-Diskussion mit Video26. Februar 2019, 07:00
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    "Woher kommst du?" – "Aus Wien." – "Nein, woher kommst du WIRKLICH?": Ein Gespräch, wie es Menschen mit Migrationshintergrund unzählige Male in ihrem Leben führen müssen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen damit!

    der standard
    DER STANDARD hat in Wien-Mitte Passanten gefragt, wie Sie mit der Frage nach der Herkunft umgehen.

    Dieter Bohlen wollte es genau wissen. "Wo kommt ihr her (…), aus welchem Land gebürtig?", fragte er die kleine Melissa, die sich als Kandidatin bei der Show "Das Supertalent" bewarb, um dort in traditioneller Kleidung einen thailändischen Tanz aufzuführen. Es folgten Kritik und Aufregung, Bohlen wurde Rassismus vorgeworfen – was in dem konkreten Fall sicherlich eine überzogene Reaktion ist.

    Woher kommen deine Eltern? Woher kommst du wirklich?

    Doch Menschen mit Migrationshintergrund haben durchaus Erfahrung damit, wie ermüdend es sein kann, immer wieder in allen möglichen Situationen auf die Herkunft angesprochen zu werden. Denn selbst wenn man die Staatsbürgerschaft hat, in dem Land geboren und aufgewachsen ist und sich selbstverständlich als Inländer oder Inländerin wahrnimmt, wird man dadurch permanent als nicht wirklich dazugehörig gekennzeichnet. Wie auch ein User in Hinblick auf die aktuelle Debatte sagt:

    Woher kommst du eigentlich – eine problematische Frage?

    Wie nehmen Sie diese Frage in Ihrem Alltag wahr, und welche Gefühle löst sie bei Ihnen aus? Und wie war das als Kind? Teilen Sie Ihre Erfahrungen im Forum! (Text: ugc, Video: Laura Fleischmann, Ayham Yossef, 26.2.2019)

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