Venezuela-Krise: 50 Journalisten sitzen an Grenze fest

    24. Februar 2019, 15:40
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    Nach Konzert in der kolumbianischen Stadt CúcutaCaracas (APA/dpa)

    Caracas – Nach dem "Venezuela Live Aid"-Konzert in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta sitzen laut Presse-Gewerkschaft SNTP 50 venezolanische Journalisten in Kolumbien fest. Wegen einer Grenzschließung kämen sie nicht mehr zurück, teilte die Gewerkschaft am frühen Samstagmorgen auf Twitter mit.

    Sie veröffentlichte eine Liste mit den Namen der betroffenen Pressevertreter. Die venezolanische Gewerkschaft forderte das Recht auf freien Durchgang sowie freie Informationssuche und -verbreitung.

    Hunderttausende Menschen hatten am Freitagabend in Cúcuta das Konzert besucht, mit dem der britische Milliardär Richard Branson und die Opposition des Landes Spenden für die humanitäre Hilfe für Venezuela einsammeln wollten. Auch der selbst ernannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó war trotz eines Ausreiseverbots nach Cúcuta gereist.

    Staatschef Nicolás Maduro hatte parallel dazu auf der venezolanischen Seite der Grenze ein Gegenkonzert veranstaltet. Am Freitagabend wurden nach Regierungsangaben die Grenzbrücken zwischen dem kolumbianischen Cúcuta und dem venezolanischen Bundesstaat Táchira vorübergehend geschlossen. (APA, 24.2.2019)

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