64. Song Contest: Polit-Kritik in Ukraine an Teilnahme von Maruv

    24. Februar 2019, 15:22
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    Vorausscheidungs-Siegerin tourte durch Russland – TV-Sender behielt sich Nennung noch vor

    Wien/Kiew – In der Ukraine ist ein Streit um die Teilnahme der Vorausscheidungs-Siegerin Maruv am Eurovision Song Contest (ESC) 2019 in Tel Aviv entbrannt. Grund sind ihre Auftritte in Russland. "Vertreter der Ukraine kann kein Künstler sein, der im Aggressor-Staat tourt und dies weiter zu machen plant und darin nichts Inakzeptables sieht", schrieb Vizeministerpräsident Wjatscheslaw Kirilenko auf Twitter.

    Die 27-Jährige, die aus der russisch geprägten Ostukraine stammt und mit bürgerlichem Namen Anna Korsun heißt, hatte sich gegen fünf Konkurrenten mit dem auf Englisch und Deutsch gesungenen "Siren Song" (Sirenenlied) durchgesetzt. International wurde sie 2017 mit dem Elektro-Pop-Song "Drunk Groove" bekannt, dessen Video bis heute knapp 90 Millionen Abrufe bei Youtube hat.

    Die Fernsehanstalt "UA:Perschyj" hat sich noch bis Dienstag Zeit gegeben, den ukrainischen Teilnehmer für den europäischen Musik-Wettbewerb am 18. Mai zu benennen. Die Ukraine sieht sich im Krieg mit Russland, nachdem die Nachbarn sich vor fünf Jahren zuerst die Schwarzmeer-Halbinsel Krim einverleibt hatten und danach auch prorussische Separatisten in der Ostukraine unterstützten. (APA, 24.2.2019)


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