Auseinandersetzung in Amstetten: Zustand des Schussopfers stabil

    23. Februar 2019, 19:02
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    Verdächtiger will in Notwehr gehandelt haben – Vorfall trug sich unter anderem im Garten eines Hauses zu

    Amstetten – Der Zustand des 41 Jahre alten Mannes, der am Samstag bei einer Auseinandersetzung unter Bekannten in Amstetten einen Bauschschuss erlitten hatte, ist Sonntagfrüh stabil gewesen. Wie die Polizei weiters berichtete, gab der 42-jährige Verdächtige bei der Einvernahme die Schussabgabe zu, will aber in Notwehr gehandelt haben. Er soll noch am Sonntag in die Justizanstalt St. Pölten gebracht werden.

    Nach der Befragung des Beschuldigten sowie des 25-jährigen Leichtverletzten konnte sich die Exekutive dem Geschehen vom Samstagnachmittag annähern. Nach Angaben von Polizeisprecher Heinz Holub habe es gegen 13 Uhr eine "verbale Auseinandersetzung" unter den drei Männern gegeben. Im Stiegenhaus eines Wohngebäudes sei es danach zu tätlichen Übergriffen gekommen. Dabei soll der Beschuldigte dem 25-Jährigen oberflächliche Abschürfungen im Halsbereich zugefügt haben.

    Kein waffenrechtliches Dokument

    Der 42-Jährige sei danach ins Freie geflüchtet und habe das Gelände verlassen. Seine beiden Bekannten gingen Holub zufolge in den Garten des Hauses. Dorthin sei wenig später auch der Verdächtige gekommen – mit einer Pistole im Gepäck. "Damit hat der Mann dann einen Schuss abgegeben und den 41-Jährigen getroffen", sagte der Sprecher. In der Folge trat der Kosovare die Flucht an, die im Zuge einer Alarmfahndung in Amstetten beendet wurde.

    Der 25-Jährige erlitt beim Streit leichte Blessuren, wurde ins Spital gebracht und rasch wieder entlassen. Der 41 Jahre alte Schwerverletzte wurde in das Landesklinikum Amstetten eingeliefert, wo er vorübergehend auf der Intensivstation behandelt wurde.

    Der Verdächtige räumte nach Exekutivangaben bei der Einvernahme den Schuss auf den ein Jahr jüngeren Mann ein, verantwortete sich aber mit Notwehr. "Er hat angegeben, dass die beiden Männer ihn angegriffen hätten", hielt Holub fest. Der 42-Jährige verfügte dem Sprecher zufolge über kein waffenrechtliches Dokument und wird daher nach dem Waffengesetz angezeigt.

    Pistole wurde sichergestellt

    Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich laut Exekutive um einen im Bezirk St. Pölten-Land wohnhaften Kosovaren. Die beiden Verletzten sind demnach rumänische Staatsbürger, die in Amstetten leben.

    An der Alarmfahndung waren am Samstagnachmittag rund 60 Beamte und ein Hubschrauber des Innenministeriums beteiligt. Auch die Spezialeinheit Cobra wurde angefordert. Um 14.20 Uhr klickten für den 42-Jährigen die Handschellen. Auf der Flucht soll der Verdächtige die Tatwaffe weggeworfen haben. Die Pistole sei bei ersten Erhebungen nach der Festnahme sichergestellt worden, teilte der Polizeisprecher mit. (APA, 24.2.2019)

    Der Artikel wurde aktualisiert.

    • Der Verdächtige wurde nach einer Alarmfahndung im Stadtzentrum von Amstetten festgenommen.
      foto: apa/einsatzdoku

      Der Verdächtige wurde nach einer Alarmfahndung im Stadtzentrum von Amstetten festgenommen.

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