Dortmund spürt Bayern im Nacken – Kovac setzt auf Defensive

22. Februar 2019, 11:53
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Bayern wollen "Euphorie" nach 0:0 in Liverpool in Heimspiel gegen Hertha mitnehmen – Dortmund gegen Leverkusen gefordert

München/Dortmund – Bayern München will den Druck auf Tabellenführer Borussia Dortmund am Wochenende im Titelrennen der deutschen Fußball-Bundesliga noch einmal erhöhen. Der Titelverteidiger könnte am Samstag (15.30 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Hertha BSC Berlin nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichziehen. Die Dortmunder müssen am Sonntag (18.00 Uhr) gegen Bayer Leverkusen nachlegen.

Während die Dortmunder zuletzt strauchelten und bereits fünf Pflichtspiele sieglos sind, haben die Bayern eine Aufholjagd gestartet. Dazu kommt das positive Hinspiel-Ergebnis im Champions-League-Achtelfinale in Liverpool (0:0). "Diesen Aufwind, diese Euphorie, aber auch dieses Selbstvertrauen müssen wir mitnehmen. Das können wir auch zurecht mitnehmen, weil wir gute Leistungen gebracht haben", meinte Bayern-Trainer Kovac.

Vor allem die kollektive Defensivarbeit von David Alaba und Co. beim CL-Vorjahresfinalisten in Liverpool hat es Kovac angetan. "Wenn alle mitarbeiten, ist es verdammt schwer, gegen Bayern München Tore zu erzielen", sagte der frühere Salzburg-Co-Trainer. "Wenn wir das in der Bundesliga machen, sind wir in der Bundesliga eigentlich nicht zu schlagen, nicht zu stoppen."

Neun Siege in zehn Spielen

Die Bayern waren es schon in den vergangenen Wochen nicht. In den jüngsten zehn Ligaspielen gab es neun Siege. Einzig Anfang Februar in Leverkusen punkteten die Münchner nicht voll (1:3). "Wir sind in allen Wettbewerben dabei. Und wollen das auch bleiben. Für uns zählen nur Siege", betonte Kovac. "Das erwarte ich auch am Wochenende gegen Berlin."

Im Herbst hatten die Bayern bei der Hertha mit ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro eine 0:2-Niederlage kassiert. Dafür soll Revanche genommen werden. Im nationalen Geschäft haben die Bayern seit Dezember kein Spiel ohne Gegentor überstanden, bis zur Retourpartie gegen Liverpool am 13. März steht die Dortmund-Jagd im Mittelpunkt. Das letzte direkte Duell der beiden Titelrivalen steigt am 6. April in München.

Die Dortmunder müssen schon gegen Leverkusen wieder in die Spur finden, sonst könnte ihr zwischenzeitlich bis zu neun Punkte großer Vorsprung auf die Bayern endgültig dahin sein. Die Rückkehr von Offensivstar Marco Reus nach zweieinhalb Wochen Muskelverletzung wird herbeigesehnt, gegen Leverkusen könnte es soweit sein. Der Kapitän gilt als so etwas wie Dortmunds Talisman.

Leverkusen ist mit zuletzt vier Siegen in Serie das beste Team der Rückrunde, nach dem Cup schied die Mannschaft der ÖFB-Legionäre Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan am Donnerstag aber auch im Europa-League-Sechzehntelfinale gegen FK Krasnodar aus. "Wir müssen nach vorne schauen und aus den Fehlern lernen", sagte Trainer Peter Bosz, der erstmals an seine frühere Wirkungsstätte nach Dortmund zurückkehrt. (APA; 22.2.2019)

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