Austria "mit Wut im Bauch" zum LASK

21. Februar 2019, 16:11
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Letsch: LASK "ein richtiger Brocken" – Glasner: "Für jede Mannschaft schwer, gegen uns zu gewinnen"

Wien – Zum Start der Frühjahrssaison in der Fußball-Bundesliga empfängt der LASK am Freitag (19.30 Uhr) die Wiener Austria. Die Violetten mussten unter der Woche den Cup-Selbstfaller gegen den GAK verdauen. "Wir wissen natürlich auch, dass wir ein bisschen mit Wut im Bauch spielen", sagte Routinier Florian Klein. Eine "schöne Woche" erlebte hingegen LASK-Trainer Oliver Glasner.

Auf Basis der Cup-Ergebnisse vom vergangenen Wochenende könnte die Stimmung bei den zwei Vereinen nicht viel unterschiedlicher sein. Während der LASK den Bundesliga-Konkurrenten St. Pölten mit 6:0 abwatschte, schlitterte die Austria beim Regionalligisten GAK in eine bittere 1:2-Niederlage. Der Traum vom Finale im eigenen Stadion war geplatzt, James Jeggo (Gelb-Rot) und Ewandro (Rot) mussten zudem vom Rasen.

Für FAK-Coach Thomas Letsch ist das Thema allerdings schon erledigt. "Das ist vorbei. Wir müssen daraus lernen", meinte der Deutsche am Donnerstag in Wien-Favoriten. "Das wird nicht wieder passieren, dass so viele Dinge zusammenkommen", fügte er hinzu. "Der größte Fehler war, dass wir die Tore nicht gemacht haben", sagte Klein. "Was danach passiert ist, ist etwas, das in einer Saison vielleicht einmal passiert mit zwei Roten Karten."

"Ein richtiger Brocken"

Deswegen könne man nicht die rundum gelungene Vorbereitung "über den Haufen werfen", führte Klein aus. Dass jetzt gewisser Druck da sei, wollte der gebürtige Linzer, der beim LASK ausgebildet wurde, nicht verhehlen. Er verglich die Situation mit jener vor dem Derby gegen Rapid vor der Winterpause. Auch damals hätten die "Veilchen" liefern müssen, letztlich setzte man sich klar mit 6:1 durch. Klein: "Da haben wir ein gutes Spiel abgeliefert, daher bin ich sehr positiv gestimmt, dass wir das auch morgen machen."

Der LASK sei nun "gleich ein richtiger Brocken, der da vor uns liegt", brachte es Letsch auf den Punkt. Auf den Tabellenzweiten hinter Meister Salzburg fehlen der fünftplatzierten Austria sieben Punkte. In der Amtszeit von Letsch hat die Austria gegen die Linzer noch nie gewonnen, ja nicht einmal ein Tor erzielt. Gegen Ende der vergangenen Saison hatte es eine 0:1-Niederlage gesetzt, im Herbst setzten sich die Linzer auswärts 3:0 durch.

"Beim Hinspiel in Wien haben wir sehr viele Dinge richtig gemacht. Wir haben damals der Austria nur drei Torschüsse gegeben", wusste Glasner. Daran und vor allem an die Leistung vom Cupsieg gegen St. Pölten will man am Freitag anknüpfen. Den Gegner schätzte Glasner sehr hoch ein. "Gegen den GAK war die Austria bis zum Ausschluss klar besser und überlegen", erklärte er. Das 6:1-Schützenfest gegen Rapid sei allerdings differenzierter zu betrachten, denn "bis zum Ausschluss war Rapid besser".

Auch Mittelfeld-Dynamo James Holland lobte den Kontrahenten. "Ich erwarte ein schweres Spiel", betonte der Ex-Austrianer. "Sie sind und bleiben Austria Wien." Glasner hob die schnellen Stürmer in der Letsch-Truppe hervor. "Unsere Aufgabe wird sein, dass wir ihnen unser Spiel aufoktroyieren", sagte der Oberösterreicher, der sich auf die Stärke seines Teams verlassen will. "Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, ist es für jede Mannschaft schwer, gegen uns zu gewinnen." (APA; 21.2.2019)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen zum Freitag-Spiel der 19. Runde der Fußball-Bundesliga:

LASK Linz – FK Austria Wien (Pasching, TGW-Arena, 19.30 Uhr, SR Jäger). Bisheriges Saisonergebnis: 3:0 (a). 2017/18: 0:2 (a), 2:2 (h), 3:1 (a), 1:0 (h)

LASK: A. Schlager – Ramsebner, Trauner, Wiesinger – Ranftl, Holland, Michorl, UIlmann – Goiginger, Klauss, Joao Victor

Ersatz: Gebauer – Pogatetz, Jamnig, Haudum, Frieser, Tetteh, Otubanjo

Es fehlen: Benko (Aufbautraining), Oh (Sprunggelenksverletzung), Wostry (Hüftprobleme)

Austria: Pentz – Klein, Madl, Schoissengeyr, Igor – Sax, Jeggo, Matic, Prokop – Edomwonyi, Monschein

Ersatz: Lucic – Cuevas, Martschinko, Demaku, Grünwald, Sarkaria, Turgeman

Es fehlen: Ewandro (gesperrt), Ebner (Entzündung im Adduktorenansatz), Gluhakovic (Aufbautraining)

  • Artikelbild
    foto: apa/dietmar stiplovsek
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