Erfundene Protagonistin: "SZ-Magazin" trennt sich von Autor

    20. Februar 2019, 17:44
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    Der Journalist schrieb auch für den "Spiegel" und die "Zeit"

    Das "SZ-Magazin" trennt sich von einem freien Autor und Kolumnisten, der eine Protagonistin erfunden haben soll, berichtet der Branchendienst meedia.de. Der Artikel sei nicht veröffentlicht worden, da Redaktion und Dokumentation Zweifel hatten.

    "Das 'Süddeutsche Zeitung Magazin' hat eine für den Druck vorgesehene Geschichte eines freien Journalisten nicht veröffentlicht, weil Redaktion und Dokumentation des Magazins feststellen mussten, dass eine die Geschichte tragende Person nicht existiert", wird eine Verlagssprecherin zitiert. Der Verlag spricht von einem "groben Verstoß gegen journalistische Standards". Die Zusammenarbeit mit dem Journalisten, dessen Name nicht genannt wird, wurde beendet.

    Der betroffene Journalist – er wurde laut meedia.de unter anderem mit dem Henri-Nannen-Preis sowie mit dem Reporterpreis ausgezeichnet – habe auch für andere Medien wie den "Spiegel" und die "Zeit" geschrieben. Seine Text dort werden laut meedia.de derzeit geprüft. (red, 20.2.2019)

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