Galaxy S10, S10+ und S10e: Samsungs neue Smartphones im Kurztest

    20. Februar 2019, 20:30
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    Teuerstes Modell mit 12 GB RAM, 1 TB Speicherplatz und Keramikhülle um 1.599 Euro – S10e als iPhone-Xr-Pendant

    Der größte Smartphone-Hersteller der Welt stellt sein wichtigstes Modell des Jahres vor. Und zwar eines, dem besondere Bedeutung zukommt: Mit Riesenschritten – und einem offenbar unlimitierten Werbebudget – schickt sich Huawei an, Samsung die Position als größter Smartphone-Hersteller der Welt streitig zu machen. Das Galaxy S10 soll nun die Trendumkehr bringen.

    Der STANDARD hatte bereits im Vorfeld die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit dem Gerät zu sammeln. Wie gewohnt sei darauf verwiesen, dass es sich hierbei um ein Hands-on handelt, das in einem zeitlich und räumlich eng begrenzten Rahmen stattfand und beispielsweise keinerlei Aussagen über die Akkulaufzeit zulässt. Auch ein detailliertes Urteil zur Qualität der Kamera lässt sich seriöserweise in einem solchen Setting nicht abgeben.

    Auswahlmöglichkeiten

    Zum ersten Mal gibt es die Galaxy-S-Reihe in drei unterschiedlichen Ausführungen. Zu den direkten Nachfolgern von S9 und S9+ gesellt sich ein komplett neues Modell: das S10e. Dieses rundet die – sonst von Jahr zu Jahr immer teurer werdende – S-Reihe mit leicht abgespeckter Ausstattung nach unten ab. Wer will, kann hier also Samsungs Pendant zum iPhone Xr erkennen. Doch damit nicht genug, in einigen Monaten soll sogar noch ein viertes Modell hinzukommen. Das Galaxy S10 5G soll ab Sommer erhältlich sein. Dazu aber mehr an anderer Stelle, immerhin konnte dieses Gerät noch nicht ausprobiert werden, insofern würde es auch nicht in den Rahmen dieses Hands-on passen.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Von links: Galaxy S10e, S10+ und S10.

    Viel bekanntes

    Der erste Eindruck weckt Erinnerungen: S10 und S10+ fühlen sich in der Hand sehr ähnlich wie ihre Vorgänger an, was vor allem am weitgehend gleich geblieben Gehäusedesign liegt. Mit einem Blick auf die Spezifikationen zeigen sich dann aber schon leichte Unterschiede. Das S10 ist mit 149,9 x 70,4 x 7,8 Millimetern etwas breiter und länger, aber auch dünner als das S9 geworden. In Kombination mit dem gewohnten, seitlich abgerundeten Edge-Display und der Dominanz von Glas als Material liegt es damit noch rutschiger in der Hand. Beim S10+ (157,6 x 74,1 x 7,8 Millimeter) hat sich bis auf die reduzierte Dicke von den Proportionen her relativ wenig getan. Erfreulich ist hingegen, dass die beiden mit 157 bzw. 175 Gramm etwas leichter als ihre Vorgänger sind. Ebenfalls gut gefallen hat das Keramik-Äußere der größeren S10+-Ausführungen, das noch dazu weniger anfälliger für Kratzer sein soll. Und ganz generell ist Samsung wieder einmal Respekt für die hervorragende Verarbeitung zu zollen.

    Wer es handlicher haben will, muss zum S10e greifen: Dieses liegt mit seinen 142,2 x 69,9 x 7,9 Millimetern deutlich besser in der Hand, was noch dadurch verstärkt wird, dass man hier auf die Edge-Abrundung verzichtet. Das Gewicht des S10e liegt bei 150 Gramm.

    "Punchhole" statt "Notch"

    Die auffälligste Neuerung der S10-Reihe zeigt sich, wenn man das Smartphone erstmals anschaltet: Nachdem Samsung sich dem Trend zum "Notch" verweigert hat, greift man für die neuen Modelle nun zum "Punchhole" – oder, wie es in der Marketingsprache des Unternehmens heißt, "Infinity O". Dabei wird aus dem Display nur ein kleiner Ausschnitt ausgespart, um die Frontkamera(s) durchzulassen. Bei S10 und S10e ist dieser Ausschnitt rund, beim S10+ etwas breiter, da hier zwei Frontkameras untergebracht wurden. Dadurch wird es möglich, dass das Display einen noch größeren Teil der Vorderseite einnimmt, Samsung spricht von mehr als 93 Prozent. Im Vergleich zu den Vorgängern reicht der Bildschirm damit sowohl oben als auch unten weiter an den Rand.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Die Punchhole-Lösung verbraucht weniger Platz, macht aber auch die Statuszeile von Android größer und unsymmetrisch.

    Implementation mit vielen kleinen Detailschwächen

    Wer besonderen Wert auf Designdetails legt, den könnte an der Samsung-Implementation aber das eine oder andere stören. Da wäre zunächst, dass der Rahmen oben nicht gleich groß ist wie jener unten – was aber auch bei vielen anderen aktuellen Smartphones der Fall ist. Schwerer wiegt da schon, dass die konkrete Anordnung des Punchholes ziemlich lieblos gewählt scheint. Dazu muss man wissen, dass der Kameraausschnitt relativ hoch ist. Dies führt dazu, dass Samsung die Statuszeile von Android in der Höhe verdoppeln hätte müssen, um diese Aussparung symmetrisch fassen zu können – ähnlich wie es Google oder Essential bei ihren Smartphones gemacht haben. Doch das wollte Samsung offenbar nicht, und dies führt nun dazu, dass alle Einträge in der Statuszeile an deren unteren Rand gedrängt sind, das Punchhole zum Teil sogar sehr sichtbar auf dieser Trennung aufliegt. Dass der Abstand vom Ausschnitt nach oben und nach rechts ebenfalls nicht gleich ist, passt in dieses Bild. Zudem ist es gewöhnungsbedürftig, dass die zentralen Status-Icons jetzt nicht mehr ganz rechts oben zu finden sind; eventuell wäre es hier besser gewesen, das "Punchhole"an der linken Seite zu positionieren – aber das ist sicher auch Geschmackssache.

    Noch länger

    Durch den reduzierten Rahmen verändert sich auch einmal mehr das Seitenverhältnis: Aus 18,5:9 wird 19:9. Dies ist auch bei den Angaben zu den Bildschirmgrößen zu beachten: Mit 6,1 und 6,4 Zoll sind diese zwar nominell gewachsen, gerade beim S10+ heißt das aber nur: länger. Das ist zwar beim Scrollen in Apps nett, bei der Betrachtung von Filmen wird dabei aber meist nur der Balken links und rechts des Geschehens größer. Die Auflösung beträgt bei beiden Geräten 3.040 x 1.440 Pixel. Anders sieht es beim Galaxy S10e aus: Dessen 5,8-Zoll-Bildschirm hat mit 2.280 x 1.080 Pixel eine etwas geringere Auflösung.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Das Display des S10 liefert wieder eine hervorragende Qualität.

    Display-Stärken

    Als Display-Technologie setzt Samsung weiter auf AMOLEDs aus der eigenen Entwicklung. Soweit sich das im Rahmen des Hands-on sagen ließ, liefern dabei alle drei Modelle eine – wie von Samsung gewohnt – sehr gute Darstellungsqualität. Ein wirklich merklicher Qualitätssprung zur S9-Generation war allerdings auch nicht zu bemerken. Samsung verweist selbst auf spezifische Verbesserungen: So sollen die neuen Displays noch heller werden können, bis zu 1.200 Nits verspricht das Unternehmen. Zudem bezeichnet Samsung das S10 als das erste HDR10+-zertifizierte Smartphone, außerdem habe man einen neuen Filter integriert, um die Ausstrahlung von Blaulicht zu minimieren. Also quasi eine "Nachtlicht"-Funktion – aber eben ohne die Farbdarstellung zu beeinträchtigen. Wie gut das wirklich funktioniert, muss sich natürlich erst zeigen.

    Kameras und noch mehr Kameras

    Dem Wettlauf um die beste Smartphone-Kamera stellt sich Samsung, indem man das tut, was so viele andere derzeit auch tun: die Anzahl der Kameras zu erhöhen. Also gibt es beim S10 und S10+ alleine an der Rückseite gleich drei davon. Neben der Hauptkamera (12 Megapixel, f/1.5 bzw f/2.4 – also wie beim S9 mit variabler Blende) sind auch eine 16-Megapixel-Weitwinkel-Kamera (f/2.2, 123 Grad Sichtfeld) sowie eine Telefoto-Kamera (12 Megapixel, f/1.5) verbaut. All das erinnert insofern etwas an den Aufbau des Huawei Mate 20 Pro. Das S10e muss hingegen ohne die Telefoto-Kamera auskommen.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Drei Kameras im Vergleich: zunächst Telefoto, ...
    foto: andreas proschofsky / der standard
    ... dann die normale Ansicht ...
    foto: andreas proschofsky / der standard
    ... und die Weitwinkelaufnahme, alles aus der gleichen Perspektive.

    Wie schon einleitend gesagt, lässt sich in so einem Hands-on-Setting die Kamera nur begrenzt ausprobieren. Auf den ersten Blick wirkten die Ergebnisse aber durchaus vielversprechend, wobei allerdings die Weitwinkelkamera sichtlich zu Überstrahlungen neigte und generell ein Unterschied bei der Farbtemperatur der Aufnahmen zu erkennen ist – das ist aber bei anderen Herstellern auch so. Zudem reagierte die Kamera in einigen Settings etwas langsam auf rasch wiederholtes Auslösen, das kann aber natürlich auch daran liegen, dass hier mit Pre-Release-Software getestet wurde.

    An der Vorderseite gibt es bei allen drei Modellen eine 10-Megapixel-Kamera (f/1.9), mit der nun auch 4K-Videos aufgenommen werden können. Beim S10+ gibt es – wie erwähnt – zusätzlich eine zweite 8-Megapixel-Kamera (f/2.2), die für Bokeh-Effekt genutzt wird.

    Gimmicks

    Wer Samsung kennt, weiß natürlich, dass kein neues S-Modell ohne neue Kamera-Gimmicks veröffentlicht wird. Und so gibt es auch hier wieder alle möglichen neuen Spielereien, bestehende wie die weiterhin beeindruckend gruseligen Animojis wurden überarbeitet. Hier gilt: wer es mag. Wichtiger sind da schon die Verbesserungen in Hinblick auf die Videoqualität: Unter dem Namen "Super Steady Video" gibt es eine Kombination aus optischer und elektronischer Bildstabilisierung, die deutlich bessere Ergebnisse liefern soll. Ähnliches hat schon Google bei seinen Smartphones im Einsatz, in einem kurzen Test waren die Ergebnisse durchaus beeindruckend, auch wenn der Samsung-Ansatz noch eine Spur unruhiger wirkte.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Die Samsung-Kamera-Software kann wieder jede Menge Gimmicks.

    Herzstück

    Als Prozessor kommt bei den europäischen S10-Varianten Samsungs eigener Exynos 9820 zum Einsatz. Dieser verspricht vor allem einen reduzierten Akkuverbrauch sowie eine gesteigerte Grafikleistung im Vergleich zum Vorgänger. Zudem integriert der Chip einen eigenen Beschleuniger für KI-Aufgaben – auch das schon von vielen anderen Herstellern bekannt.

    Dick aufgetragen

    Mehr ist immer besser, hat sich offenbar Samsung gedacht, und so bietet kein einziges der neuen Modelle weniger als 128 GB lokalen Speicherplatz. Und auch beim RAM wird nicht gekleckert, sowohl S10 als auch S10+ bieten 8 GB davon, lediglich eine Ausführung des S10e kommt "nur" mit 6 GB. Und wem das noch nicht reicht, für den gibt es auch noch eine Spezialausführung des S10+, die neben 12 GB RAM auch noch 1 TB lokalen Speicherplatz bietet. Dass eine derartige RAM-Ausstattung bei einem Smartphone – zumindest derzeit – Sinn ergibt, darf zwar bezweifelt werden, aber beeindruckend sind diese Zahlen natürlich. Zudem lässt sich der lokale Speicherplatz wie gewohnt über einen Micro-SD-Slot erweitern – und zwar um bis zu 512 GB.

    Akku wird größer

    Gute Nachrichten gibt es auch an anderer Stelle: Obwohl S10 und S10+ dünner als die jeweiligen Vorgänger sind, hat es Samsung doch geschafft, den Akku der beiden Geräte signifikant zu vergrößern. 3.400 bzw. 4.100 mAh gibt es her, bei den Vorgängermodellen waren es noch 3.000 bzw. 3.500 mAh. Ein Teil davon wird zwar wohl für die zusätzliche Bildschirmfläche benötigt, in Kombination mit dem sparsameren Prozessor könnte es trotzdem merkliche Verbesserungen bei der Laufzeit geben. Aber wie gesagt: Für die Klärung solcher Fragen braucht es einen deutlich längeren Testzeitraum. Der Akku des S10e fällt mit 3.100 mAh etwas kleiner aus.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Ein nettes Extra-Feature: Das S10 kann jetzt auch drahtlos Strom mit anderen teilen, was von den neuen Galaxy Buds genutzt wird.

    Neben dem Laden via USB-C können die neuen Samsung-Smartphones auch wieder drahtlos geladen werden. Neu dabei ist das "Wireless Power Sharing", S10 und Co können ihre Ladung jetzt also auch mit anderen Geräten teilen. Das können zwar andere Smartphones zum Teil auch bereits, Samsung hat mit seinen parallel zum S10 präsentierten In-Ear-Kopfhörern Galaxy Buds aber zumindest einen vortrefflichen Anwendungsfall zu bieten.

    Fingerprint im Display

    Wer sich die Rückseite der neuen Geräte ansieht, dem wird auffallen, dass hier etwas fehlt: der Fingerabdrucksensor. Das liegt daran, dass dieser für S10 und S10+ nun unter den Bildschirm verlagert wurde. Ganz neu ist das zwar auch nicht, aber Samsung erfreut mit einer besseren Implementation als die Konkurrenz. Statt der optischen Sensoren vieler anderer Smartphones setzt Samsung auf eine 3D-Ultraschall-Erkennung, die erhebliche Sicherheitsvorteile verspricht.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Der Fingerprintsensor des S10e ist seitlich angebracht.

    Beim Ausprobieren hinterlässt dieser Ansatz trotzdem gemischte Gefühle. Zwar funktioniert das Ganze durchaus zuverlässig, gleichzeitig ist es aber nicht ganz so flott wie manch klassischer, rückseitig angebrachter Sensor. Auch ist der Bereich, wo man den Finger auflegen kann, recht eng umrissen. Auch die Einrichtung dauerte länger als gewohnt. Beim S10e nutzt man hingegen gleich eine ganz andere Lösung, nämlich einen klassischen Sensor, der mit dem Power-Button kombiniert wird. Dieser ist dafür etwas größer gehalten und auch leicht versenkt.

    Kein Iris-Scan mehr

    Abschied nehmen heißt es hingegen von einer Technologie, die Samsung in den vergangenen Jahren noch als besonders innovativ angepriesen hatte: Einen Iris-Scanner gibt es beim S10 nicht mehr. Auf Nachfrage gesteht Samsung ein, dass dieser nur sehr wenig genutzt wurde.

    Samsungs Stärke liegt oft darin, besonders aktuelle Hardware zu verbauen. Das zeigt sich beim S10 nicht zuletzt über den Support von WiFi 6 (oder: 802.11ax). Der noch recht neue Standard konzentriert sich weniger auf die Erhöhung der maximalen Geschwindigkeit einzelner Datenströme als auf die Optimierung mehrerer gleichzeitiger Übertragungen sowie den raschen Wechsel zwischen unterschiedlichen Netzen. Auch der LTE-Support wurde einmal mehr ausgebaut, bis zu 2 GBit/s sollen nun möglich sein. In beiden Fällen gilt aber, dass dies für den allergrößten Teil der Kunden vorerst eine rein theoretische Verbesserung darstellt. Weder gibt es derzeit ein breites Angebot an WiFi-6-Routern noch an Netzbetreibern, die entsprechende LTE-Geschwindigkeiten liefern.

    Uneingeschränktes Lob verdient Samsung hingegen dafür, dass man weiter an der klassischen Kopfhörerbuchse festhält. Auch dass die Geräte nach IP68 wasserdicht sind, darf als Plus verbucht werden. Das Beharren Samsungs auf einem eigenen Knopf für seinen digitalen Assistenten Bixby sorgt hingegen weiterhin für verblüfftes Kopfschütteln.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Samsung bleibt dem klassischen Kopfhörerstecker treu.

    Software

    Einige kurze Eindrücke zur Software: Im Kern gleicht diese natürlich stark dem, was man schon vom Android-9-Update samt "One UI" für andere Samsung-Geräte kennt. Dazu kommen aber noch einige spezifische Verbesserungen, so verspricht Samsung etwa gezielte Optimierungen für die vielgenutzte Spiele-Engine Unity. Und der neue KI-Support des Prozessors soll für smarte Features genutzt werden. Dazu gehört, dass das Smartphone von den Gewohnheiten der Nutzer lernt, um dann etwa in der Früh automatisch die üblicherweise genutzten Apps im Verborgenen zu starten, damit sie schon im Speicher sind und so flotter zur Verfügung stehen.

    Auswahl

    Die drei neuen Smartphones wird es allesamt in den Farbvarianten Grün, Weiß, Schwarz und Blau geben. Eine Ausnahme bilden die Keramikausführungen des S10+, die nur in Schwarz und Weiß zu haben sind. Das S10e gibt es wiederum zusätzlich auch in strahlendem Gelb.

    foto: andreas proschofsky / der standard
    Das Galaxy S10+ in der ziemlich teuren Keramikausführung.

    Bleibt die Frage, was denn das alles kostet, und hier darf man schon mal vorsorglich schlucken. Das S10 wird um 899 bzw. 1.149 Euro für die 128- und 512-GB-Ausführungen auf den Markt kommen. Beim S10+ kostet das Basismodell mit 128 GB dann schon 999 Euro. Deutlich nach oben geht es noch mit den Keramik-Modellen: 1.249 und atemberaubende 1.599 Euro veranschlagt Samsung für die Modelle mit 512 GB bzw 1 TB. Wer die Preise des Vorjahres noch im Kopf hat, dem wird auch auffallen, dass die Basismodelle damit einmal mehr um 50 Euro teurer geworden sind.

    Angesichts dessen wirkt das S10e schon fast wie ein Schnäppchen, kostet dieses doch "nur" 749 Euro. Dass es gewisse Abstriche gegenüber den beiden anderen Modelle aufweist und das vor nicht allzu langer Zeit noch der Preis für ein Topmodell war, vergisst man bei diesen Relationen schon fast.

    Vorabfazit

    Für ein abschließendes Fazit ist es angesichts des kurzen Testzeitraums natürlich noch zu früh, aber der erste Eindruck zur S10-Reihe fällt etwas zwiegespalten aus. Einerseits ist unzweifelhaft, dass Samsung sehr gute Hardware und auch zunehmend besser werdende Software herstellt. Gleichzeitig ist aber auch unübersehbar, dass es eigentlich kein relevantes neues Feature gibt, mit dem man sich wirklich von der Masse absetzen kann – und dass es viele der Neuerungen in ähnlicher Form zuvor schon bei anderen Herstellern zu sehen gab. Ob die gewohnten Stärken reichen, den Ansturm der chinesischen Konkurrenten abzuwehren, scheint angesichts dessen eher zweifelhaft.

    Verfügbarkeit

    Galaxy S10, S10+ und S10e können ab sofort vorbestellt werden, der Verkauf soll ebenfalls bald beginnen – und zwar am 8. März. Zudem gibt es wieder einen kleinen Bonus für Vorbesteller, bekommen diese doch die drahtlosen In-Ear-Kopfhörer Galaxy Buds kostenlos dazu. (Andreas Proschofsky aus London, 20.2.2019)

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