"Invasive Eisbären" ziehen sich von sibirischer Insel zurück

    18. Februar 2019, 17:47
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    Vergangene Woche wurde auf Nowaja Semlja der Notstand ausgerufen, nachdem dutzende Bären in Siedlungen eingedrungen waren. Nun hat sich die Lage entspannt

    Moskau – Entwarnung auf der sibirischen Arktis-Insel Nowaja Semlja: Die Eisbären haben sich nach Angaben der Behörden wieder weitgehend aus den Siedlungen zurückgezogen. In den vergangenen Tagen seien keine Tiere mehr in bewohntem Gebiet gesichtet worden, teilte ein Vertreter der Umweltaufsicht der Agentur Tass mit.

    Vergangene Woche hatten die Behörden auf der Insel wegen einer "Invasion aggressiver Eisbären" den Notstand ausgerufen: Dutzende Tiere drangen auf Nahrungssuche in Ortschaften ein und verhielten sich teilweise sehr aggressiv. Vor allem in der 2500 Bewohner zählenden Siedlung Beluschja Guba wurde die Situation gefährlich.

    foto: ap/muah irinaelis
    Eine Eisbärin mit zwei Jungen spaziert durch Beluschja Guba.

    Daraufhin wurde auch das Militär eingesetzt, um die Menschen vor den Raubtieren zu schützen. Als Grund für die plötzliche Ansammlung der Bären vermuten Wissenschafter, dass die Robbenjagd für die Eisbären durch den Klimawandel schwerer geworden sei. Um Nowaja Semlja soll es nicht genügend Eis auf dem Wasser geben.

    Die Lage habe sich inzwischen aber entspannt, hieß es nun. Auch in den anderen Orten gebe es nicht mehr so viele Bären wie in der Vorwoche. Der zuvor ausgerufene Notstand soll auf der Insel, auf der insgesamt etwa 3.000 Menschen leben, am Dienstag beendet werden. (red, APA, 18.2.2019)

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