Wegen Bibiana Steinhaus: Kein Bayern-Spiel im iranischen Fernsehen

    17. Februar 2019, 16:38
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    Das Staatsfernsehen soll eine Bayern-Übertragung wegen der Schiedsrichterin gestrichen haben – "Steinhaus ist eine Frau"

    Die kurzfristige Nichtübertragung des Freitagabendspiels der deutschen Bundesliga zwischen Bayern München und dem FC Augsburg (3:2) im Iran schlägt hohe Wellen. Das iranische Staatsfernsehen soll die Partie wegen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus aus dem Programm gestrichen haben. "Bibiana Steinhaus ist eine Frau und trägt kurze Hosen", twitterte ARD-Korrespondentin Natalie Amiri zu den Gründen. Zahlreiche Medien berichten ebenfalls über den Sachverhalt, eine Bestätigung stand zunächst aus.

    Im Iran gelten für Frauen im Fußball strenge religiöse Regeln, die immer wieder auch den Weltverband Fifa beschäftigen. Die Geistlichen argumentieren, dass Frauen von der maskulinen Atmosphäre und dem Anblick halbnackter Männer "beschützt" werden müssten.

    Mitte Oktober hatte es erstmals eine Genehmigung für Frauen gegeben, ein Männerspiel im Stadion anzuschauen. Etwa 100 ausgewählte Frauen hatten das Länderspiel der iranischen Auswahl gegen Bolivien (2:1) im Asadi-Stadion miterleben dürfen. (sid, 17.2.2019)

    • Fußball-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beschäftigt die iranischen Sittenwächter.
      foto: reuters/gebert

      Fußball-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beschäftigt die iranischen Sittenwächter.

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