Kärntner FSG-Vertreter bezeichnete Kurz als "Nobelhure"

    15. Februar 2019, 13:38
    313 Postings

    Posting mittlerweile gelöscht – Kaiser forderte "sofortige Entschuldigung", diese folgte rasch

    Klagenfurt – Für heftige Kritik hat am Freitag ein Facebook-Posting des Kärntner FSG-Vertreters Hannes Köberl gesorgt. Das Mitglied der Zentralpersonalvertretung des Landes reagierte darin auf den Parteiaustritt des Salzburger Ex-LHStv. Arno Gasteiger aus der ÖVP: "Mehr braucht man dazu nicht zu sagen – Kurz ist die Nobelhure der Neonazi" (sic!) schrieb Köberl – der Beitrag wurde mittlerweile gelöscht.

    Erwartungsgemäß hart fiel die Kritik der ÖVP auf Bundes- und Landesebene aus: Generalsekretär Karl Nehammer sagte, mit dem Sager sei "der absolute Tiefpunkt erreicht. Ich frage mich, wann Parteichefin (Pamela, SPÖ, Anm.) Rendi-Wagner endlich aus ihrem Tiefschlaf erwacht und bei solchen Skandalen durchgreift, oder ob sie die wiederholten Neonazi-Vergleiche in ihrer Partei weiter duldet und so tut, als wäre das in ihrem Sinne." Und Sebastian Schuschnig, der Landesparteisekretär der ÖVP Kärnten, sprach von einem "inakzeptablen Skandal": "Die SPÖ sollte rasch all jene zur Räson bringen, die sich tagtäglich einer ekelhaften Fäkalsprache bedienen und ganz offensichtlich nichts von einem vernünftigen politischen Diskurs halten."

    Kaiser reagiert scharf

    Scharf reagierte darauf dann der Kärntner Landeshauptmann und SPÖ-Landesparteivorsitzende Peter Kaiser. In einer Aussendung über den Landespressedienst forderte der Personalreferent eine "sofortige Entschuldigung" für die "verbale Verfehlung". Ob Köberl seiner Meinung nach seinen Platz in der Personalvertretung zur Verfügung stellen sollte, wollte Kaiser auf APA-Anfrage nicht beantworten: "Das entscheiden die Gremien selbst." Kaiser möchte aber auch persönlich mit Köberl reden, das Posting sei "auf das Schärfste zu verurteilen". Kaiser hatte gerade erst am Mittwoch bei einer Rede im Bundesrat ein konsequentes Vorgehen gegen Hass im Netz gefordert.

    Gegen Mittag folgte auch die Entschuldigung des bisher medial eher unauffälligen Köberl auf Facebook: "Mein Posting war ein Fehler in der Emotion. Ich habe es auch schon wieder gelöscht. Es tut mir sehr leid. Ich entschuldige mich hiermit öffentlich und in aller Form von dieser beleidigenden Wortwahl!", schrieb er wörtlich. (APA, 15.2.201^9)

    Share if you care.