Berlin fordert von Türkei Presseausweise für deutsche Journalisten

    13. Februar 2019, 17:25
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    Zahlreiche Korrespondenten in Istanbul weiterhin ohne neue Akkreditierung

    Berlin – Die deutsche Regierung hat die Türkei aufgefordert, den deutschen Korrespondenten im Land rasch neue Presseausweise zu erteilen. "Das Auswärtige Amt setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die deutschen Auslandskorrespondenten, egal von welchem Sender oder Zeitung sie kommen, unter angemessenen Bedingungen in der Türkei arbeiten können", sagte ein Außenamts-Sprecher am Mittwoch in Berlin.

    Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass Presseausweise ausgestellt werden, fügte er bei der Regierungspressekonferenz hinzu. Rund die Hälfte der deutschen Korrespondenten in der Türkei hat auch sechs Wochen nach Ablauf ihrer bisherigen Pressekarte zum Jahreswechsel noch keine neue Akkreditierung von der Regierung in Ankara erhalten.

    Die jährlich ausgestellte Pressekarte ist die offizielle Arbeitserlaubnis für ausländische Journalisten in der Türkei. In der Regel ist sie auch die Voraussetzung für die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung.

    Verzögerung sorgt für Besorgnis

    Unter den deutschen Journalisten in Istanbul sorgt die Verzögerung bei der Ausstellung der Pressekarten zunehmend für Besorgnis, da es bei Kontrollen ohne gültige Pressekarte Probleme geben kann. Auch werden viele Korrespondenten ohne Erneuerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung demnächst zur Ausreise gezwungen sein. Eine offizielle Begründung für die Verzögerung gibt es nicht, doch wird inoffiziell auf administrative Probleme verwiesen.

    Bisher gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Verzögerung "explizit politisch" begründet sei, sagte der Außenamtssprecher. Die deutsche Botschaft in Ankara stehe mit der türkischen Seite "in engem Kontakt". Auch suche das Ministerium den Kontakt mit internationalen Partnern, um abgestimmt vorzugehen und den Druck hochzuhalten. "Unabhängig vom Grund gilt: Wir erwarten, dass die Presseausweise ausgestellt werden", sagte der Sprecher. (APA/AFP, 13.2.2019)

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