Wirecard trotzt jüngsten Vorwürfen mit guten Geschäftsaussichten

    12. Februar 2019, 13:29
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    Jänner-Zahlen würden auf Rekord im ersten Quartal hindeuten – Financial Times sah Unregelmäßigkeiten in Singapur

    Der Zahlungsabwickler Wirecard sieht sein boomendes Geschäft unbeeinträchtigt von den jüngsten Anschuldigungen gegen das Unternehmen. "Die Jänner-Zahlen deuten auf einen Rekord im ersten Quartal hin, und wir freuen uns auf ein höchst erfolgreiches Jahr 2019", erklärte Vorstandschef Markus Braun am Dienstag auf Twitter.

    Ähnlich optimistisch hatte sich der Manager, ein gebürtiger Österreicher, bereits im Jänner im Reuters-Interview über den Auftakt und die Aussichten des laufenden Jahres geäußert.

    Der weltweite Boom von Online-Handel und Bezahlen per Smartphone-App befeuert seit Jahren das Wachstum des Unternehmens und bescherte ihm im vergangenen Jahr den Aufstieg in den Dax. Der Betriebsgewinn soll im laufenden Jahr auf 740 bis 800 Mio. Euro steigen, nachdem er im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 568 Mio. Euro zugelegt hatte. Am Dienstag stieg die Aktie um 1,7 Prozent.

    Vorwürfe unlauterer Geschäfte

    Das Wachstum des Unternehmens aus dem Münchner Vorort Aschheim wurde in der Vergangenheit wiederholt von Vorwürfen unlauterer Geschäfte begleitet, die von Wirecard regelmäßig zurückgewiesen wurden. Von den heftigen Aktienkursreaktionen profitieren vor allem kurzfristige Investoren.

    Zuletzt sorgten Berichte der "Financial Times" über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Wirecard in Singapur für Aufsehen. Auf diese Vorwürfe, gegen die sich das Unternehmen ebenfalls wehrt, stützen sich mittlerweile mehrere auf Anleger-Klagen spezialisierte US-Anwaltskanzleien. Sie reichten in den USA Sammelklagen gegen Wirecard ein, um wegen der jüngsten Aktienkursverluste Schadenersatz zu erstreiten. (APA/Reuters, 12.2.2019)

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