Elfriede Jelinek übt scharfe Kritik an Kürzung der Mindestsicherung

    12. Februar 2019, 10:14
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    Nobelpreisträgerin: "Mit dieser neuen Mindestsicherung, die zumindest das Wort Sicherung sofort streichen sollte, sind auch die Menschen abgeschafft"

    Wien – Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek unterstützt die Protestinitiative von SOS Mitmensch gegen Sozialkürzungen. In einem auf der Website der Initiative veröffentlichten Text nimmt die Autorin nun zur geplanten Kürzung der Mindestsicherung Stellung.

    "Diese Regierung führt vor, wie wir die Armen zum Verschwinden bringen können, denn sie zählen nicht mehr, obwohl sie doch ständig gezählt werden. Aus den Augen, aus dem Sinn. Verschwunden. Für uns und für sie selbst, denn mit dieser neuen Mindestsicherung, die zumindest das Wort Sicherung sofort streichen sollte, sind auch die Menschen abgeschafft, weil sie, ständig über dem Abgrund hängend, nicht mehr leben können", schreibt Jelinek.

    Auch zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur unterstützen die Protestinitiative, darunter der Schauspieler und Regisseur Karl Markovics, die Schauspielerin Pia Hierzegger, der Kabarettist Gerold Rudle und Austropop-Urgestein Wolfgang Ambros. (APA, 12.2.2019)

    • Die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek tritt gegen die Kürzung der Mindestsicherung auf.
      foto: apa/roland schlager

      Die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek tritt gegen die Kürzung der Mindestsicherung auf.

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