Tod im toten Winkel

Einserkastl11. Februar 2019, 17:50
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Ein Neunjähriger stirbt durch Lkw – eine technische Absicherung wäre möglich

An die 40.000 Menschen haben die seit etwa einer Woche im Internet laufende Petition "Verpflichtende Abbiegeassistenten für Lkws jetzt" unterschrieben.

"Verpflichtende ... was?" Die Begriffe "Abbiegeassistenten für Lkws" und "toter Winkel" waren bisher nur wenigen bekannt. Aber die Tragödie, dass ein neunjähriger Bub bei einer Kreuzungsüberquerung in Wien von einem Lastwagen erfasst und getötet wurde, hat die Aufmerksamkeit auf einen Missstand gelenkt.

Der Lkw-Fahrer hatte von seinem Sitz aus den Buben nicht sehen können, weil dieser eben auf der rechten Seite "im toten Winkel" war. Es gibt aber elektronische Einrichtungen, die die Fahrer warnen könnten. Angeblich wegen des Einflusses der Frächterlobby wurden diese Einbauten bisher nicht durchgeführt.

Die Initiative hinter der Petition, die auf der Plattform mein.aufstehn.at unterschrieben werden kann, weist darauf hin, dass allein in Wien in den vergangenen drei Jahren fünf Menschen durch Lkw-Abbiegeunfälle und den toten Winkel ihr Leben verloren haben: eine 19-jährige Fußgängerin, eine 39-jährige Radfahrerin, eine zehnjährige Radfahrerin, eine 57-jährige Fußgängerin und eine 51-jährige Fußgängerin.

Die Stadt Wien will ihre Lkws umrüsten. Die SPÖ wird im Parlament initiativ. Verkehrsminister Norbert Hofer signalisiert auch Handlungswillen. Nun muss nur noch wirklich gehandelt werden. (Hans Rauscher, 11.2.2019)

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