Iranische Revolutionsgarden wollen Raketenprogramm ausbauen

    9. Februar 2019, 18:16
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    Zum 40. Jahrestag der islamischen Revolution richtet die militärische Eliteeinheit drohende Worte gegen Israel

    Teheran – Die iranischen Revolutionsgarden wollen trotz Warnungen der USA ihr Raketenprogramm ausbauen und den Widerstand gegen den Erzfeind Israel fortsetzen. "Ungeachtet der diabolischen Forderungen des Großen Satans (USA, Anm.) und im Einklang mit unserer rationalen Verteidigungsstrategie wird unser Raketenpotenzial weiter ausgebaut", teilten die Garden (IRGC) in einer Erklärung am Samstag mit.

    Die IRGC unterstützten weiterhin den Anti-Israel-Kurs des Landes sowie die arabische "Widerstands-Front" gegen Israel. Es werde "keine Bedenken, keine Kompromisse und auch keine Verhandlungen geben", so die Eliteeinheit des Militärs in der von der Nachrichtenagentur ISNA veröffentlichten Erklärung anlässlich des 40. Jahrestages der Islamischen Revolution am Montag.

    Wichtiger Bestandteil des Systems

    Sowohl militärisch als auch wirtschaftlich sind die Revolutionsgarden neben dem Klerus ein wichtiger Bestandteil des Staatssystems im Iran. Ihre politischen Erklärungen geben jedoch nicht offiziell die Position der Regierung des moderaten Präsidenten Hassan Rouhani wieder.

    Zwar ist Rouhani auch für den Ausbau des umstrittenen Raketenprogramms. Nach seinen Angaben sollen die Raketen, die keine Gefahr für andere Länder darstellten, aber nur im Verteidigungsfall eingesetzt werden. Rouhani hat auch mehrmals vor seiner Wiederwahl 2017 die IRGC wegen anti-israelischer Aussagen kritisiert.

    Die iranischen Mittelstreckenraketen haben eine Reichweite von 2.000 Kilometern und könnten jeden Teil Israels treffen. Im Westen werden sie deshalb als ernsthafte Bedrohung eingestuft. (APA, 9.2.2019)

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