Diktaturen-Sager: Zeitung wehrt sich gegen Kasper, stellt Audio-Files online

    9. Februar 2019, 16:12
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    FIS-Präsident hatte im ARD-Interview erklärt, sein Sager "In Diktaturen ist es einfacher für uns" sei falsch wiedergegeben worden

    Aare – Der "Tages-Anzeiger" hat auf seiner Website Audio-Files eines Interviews mit Gian Franco Kasper online gestellt. Damit reagierte die Schweizer Zeitung auf Aussagen des Präsidenten des Internationalen Skiverband in der ARD vom Freitagabend, er sei falsch wiedergegeben worden.

    "Wir müssen schon den Tatsachen ins Auge schauen und wir müssen schauen, was ich wirklich gesagt habe – nicht, was nachher rausgekommen ist", hatte Kasper der ARD gesagt. Dass man aus dem geschäftlichen Blickwinkel mit sportlichen Großereignissen lieber in Diktaturen gehen und sich nicht mit Umweltschützern herumstreiten soll, habe er so "selbstverständlich nicht" gesagt. Diese Interview-Passage im "Tages-Anzeiger" hatte in der vergangenen Tagen für große Empörung gesorgt.

    Klimaerwärmung nein, Fakten ja

    Auch habe er die Klimaerwärmung nicht geleugnet. "Das habe ich sowieso nicht gesagt. Ich glaube nicht an die Klimaerwärmung, aber ich glaube den Fakten die uns einfach ganz klar zeigen, dass wir im Moment eine Erwärmung haben", sagte er. "Aber ich wehre mich dagegen vorauszusagen, dass in zehn Jahren kein Schnee mehr existiert. Das können wir nicht entscheiden, das ist Spekulation." Eine "Klimakrise" sei nicht zu bezweifeln.

    Kasper verlangte vom Tages-Anzeiger keine Autorisierung für das Interview, das tut er allgemein nur in seltenen Fällen. (APA, 9.2.2019)

    • Gian Franco Kasper sorgt weiter für Wirbel.
      foto: ap/schneider

      Gian Franco Kasper sorgt weiter für Wirbel.

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