Virginias Demokraten geraten nach Rassismus- und Gewaltvorwürfen weiter unter Druck

    9. Februar 2019, 08:59
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    Zweite Frau wirft Vize-Gouverneur sexuellen Übergriff vor, dessen Vorgesetzter sieht sich mit Rassismusvorwürfen kommentiert

    Richmond – Nach den Rassismusvorwürfen gegen den demokratischen Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia hat Medienberichten zufolge eine zweite Frau seinem Stellvertreter einen sexuellen Übergriff vorgeworfen. Die "Washington Post" berichtete am Freitag, eine Frau aus Maryland werfe Vize-Gouverneur Justin Fairfax einen "vorsätzlichen und aggressiven" Angriff im Jahr 2000 vor, als beide an der Duke-Universität studierten.

    Laut dem Fernsehsender CNN erhebt die Frau Vergewaltigungsvorwürfe gegen Fairfax. Fairfax würde im Falle eines Rücktritts das Amt des stark unter Druck stehenden Gourverneus Ralph Northam übernehmen. Der 39-Jährige hatte erst am Montag Vorwürfe einer anderen Frau scharf zurückgewiesen. Die Begegnung in einem Hotelzimmer vor 15 Jahren sei "zu hundert Prozent einvernehmlich" gewesen, sagte Fairfax.

    Rassistisches Jahrbuch-Foto

    Northam war zuvor wegen eines rassistischen Fotos aus seiner Studentenzeit in Bedrängnis geraten. Das Foto, das 1984 im Jahrbuch seiner Universität erschienen war, zeigt eine Person in der weißen Kutte des rassistischen Ku-Klux-Klans und eine zweite mit schwarz geschminktem Gesicht. Sowohl die Republikanische als auch die Demokratische Partei haben Northam deswegen zum Rücktritt gefordert. Der Gouverneur lehnte dies ab.

    Zu dem Foto lieferte Northam widersprüchliche Erklärungen: Zunächst hatte der 59-Jährige bestätigt, dass er einer der Kostümierten auf dem Foto sei, und entschuldigte sich dafür. Kurz darauf folgte eine Kehrtwende – Northam bestreitet seither, auf dem Foto abgebildet zu sein. (APA, 9.2.2019)

    • Justin Fairfax, ein Demokrat, unter Druck.
      foto: apa/afp/getty images/drew angere

      Justin Fairfax, ein Demokrat, unter Druck.

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