Andreas Gabalier ruft zu "Fluchtweg-Challenge" auf

    8. Februar 2019, 10:39
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    Der Sänger kritisiert ironisch das männliche Fluchtwegsymbol und will damit auf die "Gabalierkreuz-Challenge" von Pegida reagieren

    Wien – Andreas Gabaliers bekanntes CD-Cover, bei dem manche vermuten, er würde in Hakenkreuz-Position posieren, was Gabalier entschieden zurückweist, bleibt weiter ein heißes Thema: In den sozialen Netzwerken verrenkten sich Anhänger der rechten Pegida-Bewegung in der Art Gabaliers und riefen zur "Gabalier-Kreuz-Challenge" auf.

    Der Sänger reagiert darauf nun mit einer weiteren Provokation. Auf seiner Facebook-Seite fordert er Fans zur "Fluchtweg-Challenge" auf und verband dies mit einer Werbeaktion für seine Konzerte: "Zeig dem Affentheater unter einem offiziellen Fluchtwegsymbol mit deinem breitesten Grinsen den Vogel und gewinne 100 x 2 Freikarten für die große Stadien-Tournee 2019."

    Offenbar ironisch auf die Genderthematik gemünzt, vermutet Gabalier im Fluchtwegsymbol eine "versteckte Botschaft", und er fordert das Ende "des bestehenden Internationalen Fluchtweg-Männleins und zugleich den Anfang eines internationalen neuen Fluchtweg-Weibchens".

    Gabalier hatte sich in der Vergangenheit wiederholt zur Genderthematik geäußert: "Man hat es nicht leicht auf dieser Welt, wenn man als Manderl noch auf Weiberl steht", sagte er 2015 bei der Gala zur Verleihung des Amadeus Awards und erfuhr damals Widerspruch der Kollegenschaft. Kritisiert wurde er auch, weil er sich öffentlich weigerte, die Bundeshymne mit der Töchter-Texterweiterung zu singen. "Den Text der österreichischen Bundeshymne lernte ich mit acht Jahren in der Schule im Sachkundeunterricht, und ich sehe keine Veranlassung, ihn anders zu singen", erklärte der Sänger 2014. (red, 8.2.2019)

    • Andreas Gabalier wurde kürzlich der Karl-Valentin-Orden einer Münchner Faschingsgesellschaft verliehen. Dies löste Kritik aus.
      foto: apa

      Andreas Gabalier wurde kürzlich der Karl-Valentin-Orden einer Münchner Faschingsgesellschaft verliehen. Dies löste Kritik aus.

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