Sollen die Grünen und Liste Jetzt fusionieren?

    User-Diskussion8. Februar 2019, 10:50
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    Bei der Europawahl stehen sich zwei ehemalige Parteifreunde als Konkurrenten gegenüber. Braucht es eine Fusion, um bei der EU-Wahl erfolgreich zu sein?

    Werner Kogler und Johannes Voggenhuber, einst bei den Grünen vereint, wollen nun als Konkurrenten in die Europawahl ziehen. Kogler kandidiert für die Grünen, und Voggenhuber arbeitet, unterstützt von der Liste Jetzt, an einem Bündnis mit interessierten Europabewegten. Inzwischen werden Stimmen laut, die das getrennte Antreten bei ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung infrage stellen. "Beide sollen alle Animositäten beiseite lassen und sich zusammentun. Das wäre das einzig Gscheite und Vernünftige in der jetzigen Situation", so beispielsweise Rolf Holub, Kabarettist und Ex-Landesrat der Kärntner Grünen.

    foto: apa/roland schlager, apa/georg hochmuth

    Wie argumentieren STANDARD-User in der Debatte?

    Pro von User "cgau"

    Ich denk mir, dass so was von offensichtlich ist, dass die beiden Parteien im Großen und Ganzen eine sehr, sehr ähnliche Zielgruppe haben. Daher ist für mich zumindest vollkommen klar, dass es äußerst sinnvoll wäre, wenn sie gemeinsam – in welcher Form auch immer – kandidieren würden. Die Frage ist halt, wie lange die beiden Parteien brauchen werden, bis sie selbst zu dieser naheliegenden Einsicht kommen werden? Wie oft wird es noch "notwendig" sein, dass die Grünen beziehungsweise die Jetzt an den jeweiligen Hürden scheitern und damit das rechte Lager gestärkt wird? Die Grünen haben diesen Schwachsinn ja bereits bei einer extrem wichtigen Wahl erlebt. Oder sind sie so intelligent, überwinden persönliche Befindlichkeiten und kandidieren sehr, sehr schnell gemeinsam? Mich würd's freuen, wenn es gelänge, dass das Desaster der NR-Wahl ein einmaliges Ereignis bleiben würde.

    Kontra von User "derechteBockerer"

    Was für eine unsinnige Idee! Auf der einen Seite die Grünen, die sich lieber mit Aufbruch als mit alten Wunden beschäftigen sollten. Die so weit unten sind, dass es nur bergauf gehen kann. Denen der Zeitgeist und die anstehenden Probleme die Wähler eigentlich zutreiben müssten, wenn sie sich nicht völlig blöd anstellen. Wozu sollen die sich jetzt wieder Retros ins Haus holen? Damit sie wieder Nabelbeschau betreiben können? Auf der anderen Seite zwei eloquente Einzelkämpfer, die Ellbogenfreiheit brauchen, dann aber scharfe Oppositionspolitik machen. Wozu sollen sich die wieder ein Parteienkorsett antun?

    Wie stehen Sie dazu?

    Was spricht für ein gemeinsames Antreten bei der Europawahl? Was dagegen? Diskutieren Sie im Forum darüber! (haju, 8.2.2019)

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