Fall Lucile: Innsbruck rechnet mit Auslieferung in ein paar Monaten

    7. Februar 2019, 14:52
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    Antrag liegt bei Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe – Mordanklage bereits im Juni 2018 erhoben

    Innsbruck/Karlsruhe – Nach der rechtskräftigen Verurteilung des Fernfahrers zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe in Deutschland wird sich der Mann auch im Fall der im Jahr 2014 in Kufstein getöteten 20 Jahre alten französischen Studentin Lucile K. verantworten müssen. Der Antrag auf Auslieferung bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe wurde bereits gestellt, sagte ein Sprecher des Innsbrucker Landesgerichts.

    Bis zu einer Entscheidung werde es wohl noch "ein paar Monate" dauern, erklärte Sprecher Andreas Stutter und bestätigte einen Bericht des ORF Tirol. Dann könne es aber mit einem Prozess in Innsbruck "sehr rasch" gehen. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im Juni 2018 Mordanklage gegen den Rumänen eingebracht. Ein weiterer Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ist mit der Anklage nicht verbunden.

    Leiche am Ufer des Inn entdeckt

    Die Leiche der Austauschstudentin, die im Rahmen eines Auslandssemesters in Kufstein studiert hatte, war am 12. Jänner 2014 von Polizisten am Ufer des Inn entdeckt worden. Freunde und Studienkollegen hatten die junge Frau als vermisst gemeldet. Todesursache waren laut Obduktion heftige Schläge auf den Kopf. Taucher fanden schließlich die Tatwaffe im Inn. (APA, 7.2.2019)

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