Im Schatten der Orangenbäume: Köstinger in den "Seitenblicken"

5. Februar 2019, 15:15
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Gemeinsam mit der Opernball-Organisatorin Maria Großbauer war die Umweltministerin in oranger Mission unterwegs

Auch eine Societysendung wie die Seitenblicke im ORF kann informativen Charakter haben, wenn Zuseher Dinge erfahren, die ihnen sonst verborgen blieben. Etwa die Antwort auf die Frage: Was macht eigentlich die Umweltministerin gerade?

Orangenbäume für die Deko des Opernballs aussuchen. Nein, das ist kein Scherz. Gemeinsam mit der Opernball-Organisatorin Maria Großbauer war die schwarze Ministerin Elisabeth Köstinger in oranger Mission unterwegs. Die passenden Bäume für den Ball in den Gewächshäusern von Schönbrunn zu finden ist sicher eine verantwortungsvolle Aufgabe. Aber Köstinger hat natürlich auch anderes zu tun: zum Beispiel das Orangeneis, das heuer "erstmals", wie man im Beitrag auf ORF 2 erfahren konnte, auf dem Opernball angeboten wird, zu verkosten.

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Nicht auszudenken, internationale Gäste würden von den Eiskugeln probieren, ohne dass zuvor die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit persönlich eine Qualitätskontrolle vorgenommen hat. Der Opernball-Geschäftsführer, Oliver Braun, der in dem Beitrag Norbert Darabos frappierend ähnlich sieht, erklärte, dass Orangeneis nicht klassische Musik zu hören brauche, um besser zu werden. Man muss nicht alles verstehen.

Am Ende folgte ein Beitrag über den Semper-Opernball in Dresden. Dort bekamen ein Adeliger, ein Formel-1-Manager und ein Industrieller einen Orden, weil sie sich "für das Gute in der Welt" einsetzten. Ja, man muss nicht alles verstehen. Aber man erfuhr auch, wer bald Orangeneis in Wien schlecken wird: Hans-Joachim Frey, Ball-Organisator aus Dresden. Sein Plan für den Opernball bei den Ösis: "Ich geh allein rein und komme mit einer Frau wieder raus." (Colette M. Schmidt, 5.2.2019)

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