Papamonat: Welche Regelung wünschen Sie sich?

    User-Diskussion6. Februar 2019, 06:00
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    Die erste Zeit nach der Geburt bei der Familie zu verbringen ist nicht für alle Väter möglich. Wünschen Sie sich Rechtsanspruch auf einen Papamonat? Und was bedeutet das für Arbeitgeber?

    Die Zeit nach der Geburt ist oft nicht ganz einfach für die zum Teil überforderten Eltern, die sich erst in der neuen Rolle einfinden müssen. Plötzlich hat man ein Baby mit all seinen Bedürfnissen, die befriedigt werden wollen. Das Kind soll gut versorgt werden, aber auch die Mutter hat Bedürfnisse – vor allem nach einer Geburt. Selbstverständliche Verrichtungen wie der Gang zur Toilette, Duschen oder Kochen sind mit einem Neugeborenen nicht unbedingt leicht. Daher ist es sehr hilfreich, wenn jemand unterstützend im Haus ist – und wer liegt da näher als der Papa? Diese Erfahrung hat auch Poster "Tagesfresse" gemacht:

    Urlaub, Familienzeitbonus, Papamonat oder Arbeit

    Viele Väter nehmen sich nach der Geburt ihres Kindes Urlaub, um die erste Zeit als Familie zu erleben, sein Kind kennenzulernen und die Mutter zu unterstützen. Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben bereits jetzt die gesetzliche Möglichkeit eines Papamonats. Mit dem Familienzeitbonus haben alle Väter die Möglichkeit, einen Monat zu Hause zu bleiben und Kindergeld zu beziehen – aber nur, wenn der Arbeitgeber zustimmt. 7.980 Anträge gab es diesbezüglich bis September 2018 im Familienministerium.

    Nun hat Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) einen auch für Väter in der Privatwirtschaft geltenden Rechtsanspruch auf den Papamonat angekündigt. Der Koalitionspartner ÖVP und die Wirtschaft sind darüber nicht sehr erfreut. Für kleiner Firmen ist der Papamonat oft schwierig, schreibt User "aL6":

    Finanzielle Einbußen sind für viele auch der Grund, warum auf den Papamonat verzichtet wird, wie dieser User schreibt:

    Wie stehen Sie als Arbeitnehmer zum Papamonat?

    Wünschen Sie sich einen Rechtsanspruch auf einen Papamonat? Wie haben Sie es gemacht, als Sie Vater wurden: Urlaub, unbezahlte Freistellung oder gleich wieder in die Arbeit?

    Und wie sieht die Arbeitgeberseite aus?

    Vor welchen Herausforderungen stehen Sie als Arbeitgeber, wenn der gesetzliche Anspruch auf einen Papamonat für alle kommt? Was bedeutet das für Ihren Betrieb? Oder ist es für Väter bereits jetzt schon möglich, einen Monat freizunehmen?

    DER STANDARD plant einen Artikel über die Erfahrungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Erzählen Sie darüber im Forum, oder schreiben Sie eine Mail an innenpolitik@derStandard.at mit Ihren Erfahrungen und Überlegungen zu diesem Thema. Wir freuen uns über Gesprächspartner und Erfahrungsberichte – gerne auch vertraulich. Vielen Dank für Ihre Hilfe bei der Recherche! (haju, 6.2.2019)

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