Bank Austria soll Untermieter für neue Zentrale suchen

4. Februar 2019, 06:00
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Im Herbst sind Zentrale der Bank mit 5300 Mitarbeitern auf den Austria Campus übersiedelt. Nun sollen die Büroflächen zu groß geworden sein

Wien – Im September vorigen Jahres wurde die neue Zentrale der Bank Austria (BA) in der Wiener Leopoldstadt offiziell eröffnet – die Banker sind nun auf dem Austria Campus daheim. Doch anscheinend ist die neue Bleibe schon jetzt zu groß, heißt es in Bankkreisen. Die Unicredit-Tochter wolle nun nach Untermietern für einzelne Trakte suchen, es soll um rund ein Viertel der angemieteten Fläche gehen.

Die BA-Zentrale auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs ist in zwei Gebäuden untergebracht, die Büros sind vollmöbliert und für die BA maßgeschneidert, hieß es anlässlich der Eröffnung im Herbst. Offiziell ist zu den kolportierten Platzproblemen nichts zu erfahren, man kommentiere Gerüchte nicht, sagt ein Sprecher der Bank. Er verweist auf die "volle Erfolgsgeschichte", die der Einzug in den Campus darstelle. Insgesamt sind 5300 BA-Mitarbeiter zum Prater übersiedelt, sie kommen aus der (längst verkauften) BA-Zentrale Schottengasse und elf weiteren Standorten.

Recht zum Untervermieten

60.000 Quadratmeter in zwei Gebäuden habe die BA ausgebaut, wurde im Herbst 2018 bekannt gegeben. Erbaut wurde der Campus von der Signa rund um René Benko; Investor Ronny Pecik war vorher aus dem gemeinsamen Projekt ausgeschieden. Der Mietvertrag ist dem Vernehmen nach auf 20 Jahre abgeschlossen worden, die Bank hat das Recht zur Untervermietung. Der Mietpreis je Quadratmeter soll bei rund 14 Euro liegen, die BA verrät nur, dass "die Miete absolut marktüblich ist".

Sitzt da jemand?

Die Mitarbeiter haben in der neuen Zentrale keine fixen Arbeitsplätze, sie können überall auf dem Campus mobil und auch von zu Hause aus (remote) arbeiten, erklärte die BA anlässlich der Übersiedlung. Angeblich soll nun Näheres über die Aufenthaltsgewohnheiten der Mitarbeiter bzw. die Auslastung der Schreibtische erforscht werden. Geplant sei, 5000 Sensoren anzubringen, die Aufschluss über Anwesenheiten bringen sollen. Auch dazu: kein Kommentar von der Bank Austria. (Renate Graber, 4.2.2019)

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