Zentralafrikas Regierung schließt Frieden mit 14 bewaffneten Gruppen

    2. Februar 2019, 19:00
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    Nach sechs Jahren Bürgerkrieg besteht Hoffnung auf Frieden

    Khartum – Gut sechs Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in der Zentralafrikanischen Republik hat die Regierung einen Friedensvertrag mit 14 bewaffneten Gruppen geschlossen. Wie die Friedensmission der Vereinten Nationen, Minusca, am Samstag mitteilte, wurde die Vereinbarung zum Abschluss von zehntägigen Verhandlungen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum unterzeichnet.

    Zweitärmstes Land der Welt

    Die Zentralafrikanische Republik ist ein Land der Negativrekorde: Es herrschen die geringste Lebenserwartung weltweit, die zweithöchste Säuglingssterblichkeitsrate und weitverbreiteter Hunger.

    In dem an Diamantvorkommen reichen Land war Ende 2012 Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Aufständischen ausgebrochen. Wegen des Konfliktes waren zuletzt rund 1,5 Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach Uno-Angaben sind rund 1,2 Millionen Zentralafrikaner – etwa ein Viertel der Bevölkerung – auf der Flucht. Der Staat ist einem Uno-Index zufolge hinter dem Niger das zweitärmste Land der Welt.

    Zuletzt ging es bei den Gefechten der verschiedenen Milizen meist um Weidegebiete oder die Kontrolle von Rohstoffen wie Diamanten, Gold und Uran. (APA, 2.2.2019)

    • In der Zentralafrikanischen Republik gibt es Hoffnung auf Frieden.
      foto: apa/afp/florent vergnes

      In der Zentralafrikanischen Republik gibt es Hoffnung auf Frieden.

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