"Spinnortality": Cyberpunk-Management-Sim aus Wien

    4. Februar 2019, 11:22
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    Ziel des Spiels ist es, Unsterblichkeit als Mega-Konzern zu erlangen – mit teils moralisch fragwürdigen Entscheidungen

    Mit Spinnortality ist seit kurzem eine Cyberpunk-Management-Simulation aus Wien verfügbar. Solo-Entwickler des Spiels war James Patton aus Großbritannien, der in der österreichischen Hauptstadt lebt. Bei dem Game für PC, macOS und Linux für 9,99 Euro geht es darum mit einem Megakonzern Unsterblichkeit dank technischer Errungenschaften zu erlangen. Der Weg dahin ist allerdings steinig und als Spieler muss man sich immer wieder schwerwiegenden moralischen Entscheidungen stellen.

    james patton

    Nationen am Abstieg

    In der Welt von Spinnortality haben sich Nationen zu politisch stagnierenden Superstaaten entwickelt – einige sind "Demokratien" verblieben, Diktaturen sind herangewachsen und auch ultrakapitalistische Dystopien entstanden. Die neugegründete Firma des Spielers muss in diesem Spannungsfeld operieren und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen zur eigenen Gunst ausnutzen. Letztlich hängt nämlich die Zukunft der Menschheit von dem Megakonzern ab.

    Mit Fake News Menschen steuern

    Versprochen werden bei der Simulation acht bis 20 Stunden Spielzeit mit hohem Wiederspielwert. In dem Spiel finden sich etliche sozialkritische und allgegenwärtige Elemente aus der echten Welt. So kann man mittels Fake News Bevölkerungen steuern oder gar Wahlkämpfe manipulieren. Auch aktuelle technische Errungenschaften werden überzeichnet im Spiel behandelt. Generell gilt es als skrupelloser CEO die Gunst der Menschheit für sich einzuholen – koste es, was es wolle.

    Was der Entwickler sagt

    "Ich denke, dass sich immer mehr Leute darüber bewusst werden, dass einige Personen und Firmen unvorstellbare Mengen an Reichtum ansammeln und es zudem laufend schwieriger wird dieses Problem zu lösen", sagt James Patton. "Mit Spinnortality war es von Anfang an mein Ziel klar zu machen, wohin uns dieser Weg führen wird und ich denke im Laufe der Entwicklung wurde das Thema sogar noch relevanter. Genau, wie im echten Leben gibt es im Spiel unzählige Szenarien, wo das ganze hinführen könnte und oft können Spieler erst viel später sehen, welche Konsequenzen ihre Entscheidungen haben".

    Über Kickstarter finanziert

    Pattons Game wurde ursprünglich über Kickstarter finanziert. 812 Unterstützer haben insgesamt 14.000 Euro dazu beigetragen, dass der Brite das Game in Wien verwirklichen kann. Der Entwickler hat sich zuvor kleineren Indie-Projekten gewidmet. Spinnortality ist das erste Spiel, das Patton ganz alleine entwickelt hat. (dk, 4.2.2019)

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