Ottfried Fischer zu Gabalier: "Valentin würde sich im Grab umdrehen"

    31. Jänner 2019, 11:09
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    Der deutsche Schauspieler selbst spricht schon lange nicht mehr mit der Faschingsgesellschaft Narrhalla

    München – Der Karl-Valentin-Orden hat nach Ansicht des bayerischen Kabarettisten Ottfried Fischer (65) seine Würde verloren. "Ich habe mir abgewöhnt, über die Narrhalla oder mit der Narrhalla über Dinge zu sprechen, von denen sie keine Ahnung haben", sagte er der dpa. "Würdevolle Verleihung von Faschingsorden an künftige beziehungsweise gegenwärtige Ordensträger – das können sie nicht mehr."

    Die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla will den Orden in diesem Jahr an den österreichischen Musiker Andreas Gabalier verleihen und stößt damit auf Widerspruch. "Ich sage dazu nichts, weil ich den arg geschunden Karl Valentin, wie alle Jahre wieder, nicht diesem Dschungelcamp des karnevalistischen Humors erneut ausliefern möchte", sagte Fischer. "Deshalb: Kein Salz in die valentinesken Wunden."

    Loriot und Benedikt

    Der Karl-Valentin-Orden erinnert an den legendären Humoristen (1882-1948) und wird seit 1973 verliehen. Ordensträger sind unter anderem Hape Kerkeling, Senta Berger, Helmut Dietl, Michael "Bully" Herbig, Loriot und der frühere Papst Benedikt XVI., als er noch Erzbischof von München und Freising war. "Valentin würde sich mehrmals am Tag im Grab umdrehen, wenn er wüsste, was man mit ihm anstellt", sagte Fischer. Zu Gabalier als Preisträger wollte er sich ausdrücklich nicht äußern.

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