Österreichisches Werbejahr 2018 nur schwach positiv

    29. Jänner 2019, 14:36
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    Werbeaufkommen in klassischen Medien mit moderatem Plus, Sponsoring und Direct Marketing im Abwärtstrend

    Wien – Der österreichische Werbemarkt hat 2018 kaum zugelegt und sich nach Segmenten sehr unterschiedlich entwickelt. Während Medien von Zeitungen bis zu Suchmaschinen einen Zuwachs verzeichneten, gab es bei Sponsoring und Direct Marketing Rückgänge, zeigt eine Aufstellung des Focus Instituts vom Dienstag. Erstmals seit 2004 lag der Gesamtumsatz unter der Prognose.

    Der gesamte Werbemarkt wuchs nur um 0,3 Prozent, wobei das Werbeaufkommen in klassischen Medien um 1,9 Prozent auf 4,28 Mrd. Euro zulegte. Sponsoring und Direct Marketing schrumpften hingegen um 3,5 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro.

    Print weiter führend

    Innerhalb der klassischen Medien (Printmedien, TV, Radio, Kino, Außenwerbung, Online, Suchmaschinen) ist Print mit einem Werbevolumen von 2 Mrd. Euro weiter führend (plus 0,7 Prozent). Das bedeutet einen Anteil von 46,3 Prozent der klassischen Werbeträger. Das stärkste Wachstum in diesem Bereich verbuchten Online (4,5 Prozent) und Radio (4,4 Prozent). Außenwerbung verlor zwar 0,5 Prozent, vor allem weil die Politik weniger geworben hat als im Wahljahr 2017. Der Teilbereich Infoscreens im öffentlichen Raum legte aber um 20,1 Prozent zu.

    Im Ranking der Konzerne ist REWE mit einem Bruttowerbevolumen von 170 Mio. Euro auf Platz 1. An zweiter Stelle folgt die "Spar Gruppe" mit 150 Mio. Euro. Die generell sinkenden Werbeausgaben in der Möbelhandelsbranche (-42,6 Prozent) schlagen sich auch im Ranking von Lutz nieder. Der Möbelhändler rangiert mit einem Minus von 7,2 Prozent nur noch auf Platz 3.

    Positive Online-Prognose

    Das Marketing-Forschungsinstitut Focus geht für 2019 von einem moderaten Werbeplus von 2,1 Prozent aus. Dabei dürfte Online stark zulegen, Offline-Werbung stagnieren oder schrumpfen. In bezahlter Social Media Werbung könnte es einen Zuwachs von 6,0 Prozent geben, bei Videos 5,9 Prozent und bei Suchmaschinenwerbung 5,7 Prozent. (APA, 29.1.2019)

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