Ginkgo verbessert Tinnitus und Schwindel bei Demenzpatienten

    25. Jänner 2019, 09:12
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    Forscher haben fünf Studien ausgewertet und sind zu dem Ergebnis gekommen: Eine Ginkgo-Zubereitung ist wirksamer als ein Placebo

    Tinnitus und Schwindel sind häufig mit fortgeschrittenem Alter und werden oft als Begleitsymptome bei Patienten mit einer Demenzerkrankung gesehen. Frühere klinische Studien haben bereits angedeutet, dass eine pflanzliche Zubereitung aus Ginkgo effektiv zur Linderung von Tinnitus und Schwindel bei älteren Patienten sein könnte. Allerdings war die Evidenzlage äußerst dünn.

    Ärzte aus der Schweiz und aus Deutschland haben nun in einer Meta-Analyse randomisiert-kontrollierte Studien zu Ginkgo für die Behandlung von Tinnitus und Schwindel im Rahmen einer Demenzerkrankung verglichen.

    Einschätzung per Skala

    Es wurden Studien eingeschlossen, die folgende Kriterien erfüllten: Demenzdiagnose nach generell akzeptierten Kriterien, Behandlungsphase von wenigstens 20 Wochen, Tests zu mindestens zwei der drei konventionellen Demenzmaße (Kognition, globale Einschätzung, Alltagskompetenz) und Vorhandensein und Schweregrad von Schwindel und Tinnitus.

    Insgesamt konnten so fünf Studien gefunden werden, die schließlich für die Untersuchung herangezogen wurden. Das Risiko für systematische Fehler (Bias) wurde als niedrig eingestuft. In allen Studien wurden 11-Punkte-Skalen zur Einschätzung des Schweregrads von Tinnitus und Schwindel eingesetzt. Insgesamt zeigte sich, dass die Ginkgo-Behandlung wirksamer war als das Placebo. (red, 25.1.2019)

    • Ginkgo ist in China heimisch und der einzige lebende Vertreter der ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen.
      foto: wikipedia/schnobby/(CC-Lizenz)

      Ginkgo ist in China heimisch und der einzige lebende Vertreter der ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen.

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