Studie: Jährlich werden 50 Millionen Tonnen E-Müll weggeworfen

    25. Jänner 2019, 07:40
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    Weniger als ein Fünftel wird aufbereitet – Gesundheit bedroht

    Fast 50 Millionen Tonnen Elektromüll werden einer neuen Studie zufolge jährlich weggeworfen und bedrohen die Gesundheit der Menschen. Das sei mehr als das Gewicht aller bisher hergestellten kommerziellen Flugzeuge zusammen. Bis 2050 werde die Menge auf 120 Millionen Tonnen steigen, warnten das Weltwirtschaftsforum und die UN-Koalition gegen Elektromüll am Donnerstag in Davos.

    Keine Aufarbeitung

    Doch weniger als ein Fünftel des Mülls werde aufbereitet. Stattdessen arbeiteten Millionen Menschen weltweit mit E-Müll, unter gefährlichen Bedingungen für Gesundheit und Natur. Der Materialwert des weggeworfenen Mülls liege bei 62 Milliarden US-Dollar (54,54 Mrd. Euro) – das ist drei Mal so viel wie die jährliche Silberproduktion.

    In dem Bericht wird eine systematische Zusammenarbeit großer Marken, kleiner und mittlerer Unternehmen, Wissenschaftern, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Verbänden gefordert, um das System neu auszurichten und die Verschwendung von Ressourcen zu verringern. Neue Technologien könnten dabei helfen, ein Wirtschaftsmodell aufzubauen sowie bessere Produkt-Nachverfolgung zu ermöglichen und Rücknahmeprogramme zu erleichtern. Letztlich könnten dadurch weltweit Millionen Arbeitsplätze entstehen und die Folgen für die Umwelt abgedämpft werden. (APA, 25.1.2019)

    • Recyling von Elektromüll ist immer noch eine Ausnahme.
      foto: amit dave / reuters

      Recyling von Elektromüll ist immer noch eine Ausnahme.

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