Architektin Gailhoustet bekommt Großen Kunstpreis Berlin

    24. Jänner 2019, 15:45
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    Französin habe Massenwohnungsbau bereits in den 1970ern "zukunftsweisende Alternative" mit Kriterien der Nachhaltigkeit, urbanem Grün und größerer Durchmischung entgegengesetzt

    Berlin – Die französische Architektin und Stadtplanerin Renée Gailhoustet wird mit dem Großen Kunstpreis Berlin geehrt. Sie habe in den 1970er-Jahren im Großraum Paris mit ihren begrünten Terrassenhäusern dem Massenwohnungsbau eine "zukunftsweisende Alternative" entgegengesetzt, entschied die Jury.

    Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird am 18. März verliehen, wie die Akademie der Künste am Mittwoch mitteilte. Gailhoustet wurde 1929 in Algerien geboren. Sie plante laut Akademie mehrere Wohntürme in Ivry-sur-Seine mit Läden, Ateliers oder Gärten.

    Was ihr Werk heute so aktuell und exemplarisch mache, seien zum Beispiel Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Auch 2019 gehe es um Verdichtung, bezahlbare Mieten, soziale Durchmischung und urbanes Grün, teilte die Akademie zur Jury-Entscheidung mit.

    Weitere Kunstpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro gehen an das Künstlerduo Prinz & Gholam, Architektin Dorte Mandrup, Komponistin Zeynep Gedizlioglu, Schriftstellerin Uljana Wolf, Schauspieler Alexander Scheer und Schauspielerin Nicolette Krebitz. (APA/dpa, 24. 1. 2019)

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