Bühnen Graz nehmen sich Amazon zum Vorbild

    24. Jänner 2019, 15:17
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    Freude über eine halbe Million Besucher in letzter Spielzeit – Bei Dialog mit dem Publikum und unmittelbarerem Feedback nimmt man sich Amazon als Vorbild

    Graz – Exakt 502.725 Menschen haben in der vergangenen Saison Aufführungen der Grazer Bühnen besucht. Trotz des geringen Rückganges im Vergleich zur Spielzeit 2016/17 zeigte sich Theaterholding-Chef Bernhard Rinner bei der Präsentation des aktuellen Jahresreports am Donnerstag mit dem Ergebnis der abgelaufenen Saison überaus zufrieden.

    Als die wirtschaftlich und in Form von Resonanz erfolgreichsten Inszenierungen 2017/18 nannte Rinner "Ragtime" im Opernhaus, das Kindermusical "Der gestiefelte Kater" im Next Liberty sowie im Schauspielhaus "Der Auftrag – Dantons Tod". Letztere Produktion heimste den Nestroy-Theaterpreis für die beste Bundesländer-Aufführung ein.

    Rinner sah sich durch die Zahlen in seiner wirtschaftlichen ebenso wie in der kulturpolitischen Strategie bestätigt. Die Vorgaben der öffentlichen Geldgeber bezüglich Mindestanforderungen in punkto Besucherzahlen, Neuproduktionen und Anzahl der Vorstellungen seien wie schon in den vorangegangenen Saisonen von sämtlichen Häusern der Holding erneut erreicht worden.

    Verstärkte Digitalisierung

    Rinner hob auch die von ihm proklamierte Erhaltung des analog erlebbaren Repertoirebetriebs hervor. Die verstärkte Digitalisierung betreffe ausschließlich Ansprache und Dialog mit dem Publikum. Als eines der Vorbilder dafür nannte Rinner den Internet-Vertriebsriesen Amazon. Der digitale Publikumsservice bietet durch individuelles Feedback maßgeschneiderte Empfehlungen sowie Newsletter, Reservierungsbestätigungen und Erinnerungsmails. (APA, 25. 1. 2019)

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