Waagner-Biro Bridge zog Sanierungsantrag zurück

23. Jänner 2019, 11:04
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Der Kreditschutzverband erwartet, dass auch die Konzernmutter den Insolvenzantrag zurücknimmt

Wien – Überraschung im Insolvenzverfahren der Waagner-Biro Bridge Systems AG. Die Brückenbauer haben ihren Sanierungsplanantrag beim Handelsgericht Wien zurück gezogen, teilte der KSV 1870 am Mittwoch mit. Ursprünglich war eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, angeboten worden. Allerdings seien die Verhandlungen mit einem Investor gescheitert, wodurch nun ein Konkursverfahren folge.

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geht der KSV 1870 aus heutiger Sicht nunmehr davon aus, dass auch die insolvente Waagner-Biro Aktiengesellschaft (Konzernmutter) den Sanierungsplanantrag zurückziehen wird und auch dieses Verfahren vom Handelsgericht Wien in ein Konkursverfahren umzuwandeln sein wird", gaben die Kreditschützer heute zu bedenken.

200 Gläubiger haben Foderungen angemeldet

Im Insolvenzverfahren beim Wiener Stahlbauunternehmen hat die Grosso-Holding von Sanierer Erhard Grossnigg den Zuschlag zur Übernahme der Tochter Austria Stage Systems AG erhalten, wurde im November mitgeteilt. Austria Stage Systems beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.

Rund 200 Gläubiger (inklusive Dienstnehmer) haben bei dem Traditionsunternehmen Waagner-Biro bisher Forderungen in der Höhe von 63 Millionen Euro angemeldet. Vom Masseverwalter vorläufig anerkannt sind davon weit unter einer Million Euro, berichtete zuletzt der Gläubigerschutzverband Creditreform. Die Konzernholding war im Herbst 2018 nach der Stahlbautochter pleitegegangen. (APA, 23.1.2019)

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