"Grüß Gott", "Servas", "Hallo": Wie grüßen Sie?

    User-Diskussion22. Jänner 2019, 06:00
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    Das förmliche österreichische "Grüß Gott" weicht informelleren Grußfloskeln. Wie handhaben Sie's?

    "Grüß Gott" lautet jene österreichische Grußformel, die man sagen soll – zur Lehrerin, zur Chefin, zu Fremden. Viel öfter hört man mittlerweile aber neutralere Floskeln wie "Hallo" oder "Servus" oder "Grüß dich" auf den Straßen oder untereinander.

    Der Journalist Hans Winkler sieht in seiner Kolumne in der "Kleinen Zeitung" das "Grüß Gott" in der Not. Für ihn sei der konsequente Verzicht im ORF, wie er schreibt, ein Zeichen dafür, dass man Atheisten anscheinend nicht zumuten könne, das Wort "Gott" in den Mund zu nehmen:

    Hi, hey, hallo!

    Auch wenn für manche wirklich der Grund vorrangig sein mag, "Gott" nicht zu verwenden, viele andere machen das unbeabsichtigt. Sprache ändert sich – und so auch Begrüßungen. Das englische "Hi" oder "Hey" fand so Einzug in unseren Sprachgebrauch. Ein "Hallo" als Gruß suggeriert außerdem mehr ein Gespräch auf Augenhöhe als ein förmliches, antiquiertes "Grüß Gott".

    Warum sagen Sie nicht "Grüß Gott"? Machen Sie Ihren Gruß von der Tageszeit abhängig? (rec, 22.1.2019)

    • "Grüß Gott" – eine typisch österreichische Grußformel.
      foto: pixabay

      "Grüß Gott" – eine typisch österreichische Grußformel.

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