Italiener soll via Innsbruck illegalen Goldhandel betrieben haben

    19. Jänner 2019, 13:43
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    Laut italienischer Tageszeitung bezahlte er bei internationalen Transaktionen mit Edelmetallen keine Steuern

    Rom – Ein Juwelierunternehmer aus der toskanischen Stadt Arezzo soll via Innsbruck einen illegalen Handel mit Gold und anderen Edelmetallen betrieben haben. Wie die toskanische Tageszeitung "La Nazione" am Samstag berichtete, soll der Unternehmer große Mengen davon aus Polen über Österreich nach Italien exportiert und die Transaktionen oft mit Bargeld bezahlt haben.

    Weil er dem Bericht zufolge weder die Genehmigungen noch die Strukturen für derartige Transaktionen gehabt habe und zudem keine Steuern bezahlt haben soll, seien die Behörden in Innsbruck aktiv geworden. Die Einnahmen der Transaktionen wurden nicht in Österreich versteuert, obwohl die Gesellschaft in Innsbruck ihren Sitz hatte, hieß es in dem Bericht der Tageszeitung. Nachdem der Unternehmer in Innsbruck angezeigt und ihm seine österreichischen Bankkonten gesperrt wurden, habe er eine Gesellschaft in Ungarn gegründet.

    Untersuchung "Fort Knox" eingeleitet

    Angesichts des Verdachts der Steuerhinterziehung leitete die Staatsanwaltschaft von Arezzo eine Untersuchung ein, die "Fort Knox" genannt wurde. Dem Unternehmer wurden zusammen mit einem ungarischen Geschäftspartner Immobilien, fünf Kilo Gold und Geld beschlagnahmt. Der 61-Jährige sei amtsbekannt. Er soll bereits in einem Fall von illegalem Handel von Goldbarren zwischen Arezzo und der Schweiz verwickelt gewesen sein. (APA, 19.1.2019)

    • "Große Mengen" an Gold sollen über Österreich transportiert worden sein.
      foto: reuters

      "Große Mengen" an Gold sollen über Österreich transportiert worden sein.

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