Arnautovic-Chaos intensiviert sich

18. Jänner 2019, 20:20
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Starkicker aus Kader gestrichen, laut "Sun" sei Transfer nach Shanghai geplatzt

London – Laut einem Bericht der oft mit Vorsicht zu genießenden Tageszeitung "Sun" ist der Wechsel von Marko Arnautovic von West Ham zu Shanghai SIPG geplatzt. Demnach soll der chinesischer Meister das Interesse verloren haben. Wie "Sky Sports News" berichtet, soll nun aber Guangzhou Evergrande in das Bieten um den 29-Jährigen eingestiegen sein.

Die "Sun" berichtete weiters, dass Arnautovic am Samstag auswärts gegen Bournemouth nicht im Kader steht, da er laut einer ungenannten Quelle "nicht in der geistigen Verfassung ist zu spielen". Das bestätigte der seriösere "Guardian" wenig später: Laut der Tageszeitung habe sich Arnautovic bei seinen Teamkollegen außerdem bereits für seinen Wechselwillen entschuldigt.

Laut dem "Guardian" sei sein Standing im Team allerdings noch in Ordnung, die Kollegen hätten die Entschuldigung wohlwollend aufgenommen. Dementsprechend habe Österreichs Fußballer des Jahres im Fall eines Verbleibs auch keine Ablehnung zu befürchten. (red, 18.1.2019)

Die STANDARD-Einschätzung: Derartiges Vor-und-Zurück ist nichts Neues im modernen Transfertheater. Ein vermeintliches – und es ist bis zu einer Bestätigung wirklich nur ein vermeintliches, wir sprechen immerhin nur von der "Sun" – Zurückziehen von Shanghai SIPG könnte ebensogut ein Verhandlungsmanöver sein.

Auch dass West-Ham-Offizielle dem "Guardian" obige Informationen zuspielen, darf nicht überraschen: Der Club ist seit dem Wechseltheater um Dimitri Payet, der sich 2017 zu Olympique Marseille streikte, ein gebranntes Kind und wird tunlichst vermeiden, Arnautovic den Weg zurück zu verbauen. Dabei geht es natürlich auch um seinen Marktwert – würde er bei den "Hammers" als persona non grata gelten, hätte der Londoner Klub nicht mehr viel von seinem Starstürmer. Dann wären Forderungen über 50 Millionen Euro eher unglaubwürdig. (schau)

  • Marko Arnautovic: It's complicated.
    foto: reuters/klein

    Marko Arnautovic: It's complicated.

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