Wandern im Helenental: Immer die Schwechat entlang

    18. Jänner 2019, 15:00
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    Im Helenental bei Baden für ein vielbesungenes Wegerl die Schwechat entlang. Ein Wandertipp für jedes Wetter

    Das Helenental bei Baden gehört zu den schönsten Gegenden des Wienerwaldes. Es ist leicht erreichbar und bei jedem Wetter für einen Ausflug gut. Hüfthoher Schnee wäre auf dem schmalen Weg halt nicht ideal – aber das kommt so gut wie nie vor.

    Die beschriebene Runde hat den Vorteil, dass man die Wanderung je nach Kondition und Lust verkürzen kann. Auch beim Startpunkt ist man variabel, außer natürlich man kommt mit den Öffis, dann sollte man bei der Helenenkirche bzw. beim Hotel Sacher am Rande von Baden beginnen.

    "Wegerl im Helenental"

    Das Helenental ist der leichteste und hübscheste Abschnitt dieser Runde. Die Schwechat mäandert romantisch dahin, häufig gibt es Brücken für Fußgänger- und Radfahrer. Die Stadt Baden im Rücken, geht man links der Schwechat flussaufwärts. Es ist dies das viel besungene "Wegerl im Helenental". Trutzige Ruinen stehen am Eingang des Tales – links die Ruine Rauheneck, zu der man beim Hinweg raufwandern kann. Beim Retourweg kommt man an der Ruine Rauhenstein auf der anderen Seite der Schwechat vorbei, die aber geschlossen ist.

    Entlang der Strecke gibt es einiges zu sehen: etwa den Urtelstein, der eine Stätte der Gerichtsbarkeit war. Schuldig gesprochene Personen wurden einfach von dem Felsen in die Schwechat geworfen. Auf Höhe der Antonsgrotte befindet sich auf der anderen Seite der Schwechat das Gasthaus Cholerakapelle. Die Kapelle selbst steht schräg hinter dem Wirtshaus, etwas höher, verdeckt von Bäumen.

    Über den Fluss

    Wir spazieren weiter, kommen vorbei am reliefartigen Beethovenstein. Der Komponist viele Sommer in Baden verbracht. Weiter geht es zu der hübschen überdachten Holzbrücke bei der Krainerhütte. Diese ist allerdings keine Hütte, sondern ein Seminarhotel. Hier geht es über den Fluss.

    Auf der anderen Straßenseite führt eine rote Markierung rauf in den Wald. Bei Schnee ist der Weg nicht immer leicht zu sehen. Man geht in Richtung Siegenfeld, schwenkt vorher auf einen Forstweg Richtung Baden (blau) und kommt dann bei der Straße raus, die vom Helenental in Richtung Siegenfeld abzweigt. Ab hier geht es grün markiert weiter, eine Zeit lang die Straße bzw. die Schwechat flussabwärts, später rauf zu einem Aussichtsplatz und vorbei an der Ruine Rauhenstein. (Johanna Ruzicka, 18.1.2019)

    Weitere Outdoor- und Wandertipps:

    Google Maps: Wandern, Radfahren, Schneeschuh- und Skitouren in Österreich

    Service

    karte: der standard

    Ausgangspunkt: Startpunkt beim Hotel Sacher. Es gibt hier einige Parkplätze, diese sind aber an Wochenenden recht überfüllt. Auch vis-a-vis vom Gasthaus Cholerakapelle gibt es einen Parkplatz, ebenso wie bei der Krainerhütte.

    Anreise mit den Öffis: Mit der Badner Bahn kommt man bequem wenn auch etwas langsam bis ins direkt ins Zentrum (Josefsplatz). Baden ist auch mit der Schnellbahn erreichbar. Die Postbus-Linie 459 fährt über Bahnhof, Josefsplatz an den Anfang des Helenentals und weiter bis zu Cholerakapelle und Krainerhütte.

    Einkehr: Das idyllische Waldgasthaus Servus Hauswiese, an dem man am Anfang vorbei kommt, hat letztes Jahr für immer geschlossen. Das Gasthaus Cholerakapelle hat am Montag Ruhetag. In der Krainerhütte ist das Restaurant an Feiertagen geschlossen. Viele Lokale in Baden; auch ein Besuch der Römertherme bietet sich an.

    • Das "Wegerl im Helenental" ist gut beschildert.
      foto: thomas ruzicka

      Das "Wegerl im Helenental" ist gut beschildert.

    • Im Landgastgasthof Cholerakapelle kann man einkehren oder der Namen gebenden Kapelle einen Besuch abstatten.
      foto: thomas ruzicka

      Im Landgastgasthof Cholerakapelle kann man einkehren oder der Namen gebenden Kapelle einen Besuch abstatten.

    • Die Strecke schlängelt sich der Schwechat entlang.
      foto: thomas ruzicka

      Die Strecke schlängelt sich der Schwechat entlang.

    • Beim Hotel Krainerhütte geht es über die Schwechat.
      foto: thomas ruzicka

      Beim Hotel Krainerhütte geht es über die Schwechat.

    • Bei Schnee ist der Weg nicht immer gut sichtbar; die rote Markierung ist aber (fast) immer ausreichend.
      foto: thomas ruzicka

      Bei Schnee ist der Weg nicht immer gut sichtbar; die rote Markierung ist aber (fast) immer ausreichend.

    • Blick auf die Ruine Rauhenstein.
      foto: thomas ruzicka

      Blick auf die Ruine Rauhenstein.

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