Gräber in England: Waren kopflose Römer Mitglieder eines Kultes?

    Ansichtssache20. Jänner 2019, 20:57
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    Außerdem: Erdmagnetfeld im Chaos, in Nepal droht ein Megabeben und KI findet unbekannten Menschenhybrid

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    foto: nasa earth observatory

    In Nepal droht ein Megabeben

    2015 war ein verheerendes Jahr für Nepal. Am 25. April erschütterte ein Erdbeben mit einer Magnitute von 7,8 das Land im Himalaja, gefolgt von mehreren heftigen Nachbeben. Am 12. Mai kam es zu weiteren Erdstößen der Stärke 7,2. Insgesamt starben rund 8.800 Menschen, 22.300 weitere wurden verletzt. Doch Nepal könnte in absehbarer Zeit noch Schlimmeres blühen: Wissenschafter von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) schlossen aus Simulationen mit einem neuen Modell auf die Vorgänge in der Bruchzone zwischen der Eurasischen und der Indischen Platte – und diese geben Anlass zur Befürchtung, dass dem Land Erdbeben von Magnitude 8 oder höher drohen.

    Die Forscher um Luca Dal Zilio haben zum ersten Mal mit hoher Auflösung die Erdbebenzyklen an einem Querschnitt der Bruchzone simuliert. "Beim 2015er-Beben brach nur ein Teil des Bruchsystems, welches die beiden Kontinentalplatten abgrenzt. Der vorderste, oberflächennahe Teil der Bruchzone, wo die Indische unter die Eurasische Platte abtaucht (im Bild), riss nicht und steht immer noch unter Spannung", erklärt Dal Zilio, Erstautor der Studie im Fachjournal "Nature Communications". Diese Spannungen hätten in ihrem frontalen Teil nahe dem Fuß des Himalaja sogar noch zugenommen. Das scheinbar Paradoxe ist, dass die "mittelgroßen" Beben erst die Voraussetzungen für ein Mega-Beben schaffen", erklärt der Geophysiker.

    Entsprechend der Simulationen von Dal Zilio und Kollegen sind zwei bis drei weitere wie jene von 2015 nötig, um genügend Spannung für ein Erdbeben der Magnitude 8,1 oder höher aufzubauen. Bei einem solchen Beben reißt die Bruchzone auf einer Länge von mindestens 200 Kilometern und über den gesamten Tiefenbereich bis an die Erdoberfläche. Das führt schließlich zu einer kompletten Entspannung auf diesem Segment des insgesamt etwa 2.000 Kilometer langen Bruchsystems. Wann allerdings ein solches extrem großes Erdbeben auftreten wird, können die Forscher nicht voraussagen. "Niemand kann Erdbeben voraussagen, auch nicht das neue Modell. Wir können jedoch die seismische Gefährdung in einem Gebiet besser verstehen und entsprechende Vorsorge treffen", sagt Edi Kissling, Koautor der Studie.

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