Festspiele Reichenau 2019 zeigen u. a. Werfel, Turgenjew und Fitzgerald

    17. Jänner 2019, 11:53
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    Es inszenieren Nicolaus Hagg, Julian Pölsler und Hermann Beil

    Wien/Reichenau – "Wie verschieden Liebe sein kann" – Dieses facettenreiche Thema zwischen Leidenschaft, Schuld und Narzissmus verbindet alle fünf Produktionen der diesjährigen Festspiele Reichenau, deren Programm am Donnerstag in Wien vom Intendanten-Ehepaar Peter und Renate Loidolt vorgestellt worden ist. Die Saison dauert von 1. Juli bis 4. August.

    Als erste Premiere geht am 1. Juli im Rahmen der Reihe "Frauenschicksale in der Weltliteratur" Franz Werfels "Eine blassblaue Frauenschrift" in einer neuen Bühnenfassung von Nicolaus Hagg über die Bühne. Julian Pölsler, der schon 1984 bei der Verfilmung des Werks durch Axel Corti als Regieassistent fungierte, inszeniert. Es spielen Joseph Lorenz, Fanny Stavjanik, Stefanie Dvorak, Peter Matic, Peter Moucka und Alexander Rossi.

    Rares von Schnitzler

    Als amüsante Sommerkomödie inszeniert Hermann Beil im Neuen Spielraum "Ein Monat auf dem Lande" von Iwan Turgenjew, u. a. mit Dirk Nocker, Julia Stemberger, Günter Franzmeier, Chris Pichler und David Oberkogler (Premiere: 2. Juli). Mit dem 1905 in Reichenau geschriebenen Schauspiel "Der Ruf des Lebens" von Arthur Schnitzler steht ein im Repertoire weniger präsentes Stück auf dem Spielplan (Premiere: 3. Juli). Helmut Wiesner hat die Regie übernommen, in den Hauptrollen sind u. a. Toni Slama, Johanna Prosl, Gabriele Schuchter und Alina Fritsch zu sehen. Schnitzler werde – neben geplanten Bearbeitungen – jedenfalls auch in Zukunft als "Herzstück" der Festspiele einen Schwerpunkt bilden, erklärten Peter und Renate Loidolt.

    In die "Roaring Twenties" führt Nicolaus Haggs Bühnenfassung von Scott Fitzgeralds Roman "Die Schönen und Verdammten" in der Inszenierung von Michael Gampe (Premiere: 4. Juli, Neuer Spielraum) – u. a. mit Daniel Jesch, Wanda Worch, Claudius von Stolzmann und Rainer Friedrichsen. Die von Renate Loidolt betreute Reihe "Literatur in Szene" bringt bei "Mario und der Zauberer" ein Wiedersehen mit Marcello de Nardo, der die Novelle gemeinsam mit Tobias Reinthaller als Matinee-Programm zur Aufführung bringt (ab 6. Juli). Das musikalische Rahmenprogramm bestreiten wieder die Pianisten Rudolf Buchbinder (30. Juni) und Oleg Maisenberg (21. Juli). Insgesamt werden über 40.000 Karten aufgelegt, der Spielplan enthält 120 Vorstellungen. (APA, 17.1.2019)

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