Microsoft will mit 500 Millionen Dollar Wohnraum bei Seattle fördern

    17. Jänner 2019, 11:25
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    Mit Zehntausenden gut bezahlter IT-Experten stiegen dort die Mieten, zugleich immer mehr Obdachlose

    Der US-Technologieriese Microsoft nimmt 500 Mio. Dollar (439 Mio. Euro) in die Hand, um für günstigeren Wohnraum in der Nähe seines Hauptsitzes bei Seattle zu Sorgen. Der Plan sieht Kredite von 475 Mio. Dollar sowie eine Spende von 25 Mio. Dollar für Hilfen an Obdachlose vor, wie der Software-Konzern in der Nacht zum Donnerstag ankündigte.

    Die Mieten in Seattle und Umgebung seien in den vergangenen acht Jahren um 96 Prozent gestiegen – und das mache es für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden, erklärte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blogeintrag.+

    Technologiezentrum Seattle

    Der Aufstieg von Amazon mit Hauptsitz in Seattle und zuvor schon von Microsoft aus dem benachbarten Redmond hatte die Region zu einem Technologiezentrum gemacht. Auch andere Tech-Unternehmen wie Apple haben hier Standorte, zudem siedeln sich Start-ups an. Mit Zehntausenden gut bezahlter IT-Experten stiegen die Mieten, zugleich gab es immer mehr Obdachlose. Der Stadtrat von Seattle versuchte im vergangenen Jahr, mit einer neuen Steuer Geld zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zu heben. Größere Unternehmen sollten jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zahlen. Nach massivem Widerstand aus der Wirtschaft wurde die Entscheidung aber wenige Wochen später wieder zurückgenommen.

    Unter dem Marktniveau

    Microsoft will jetzt 225 Mio. Dollar zu Zinsen unter dem Marktniveau an Immobilienentwickler verleihen, damit sie günstigeren Wohnraum bauen können. Weitere 250 Mio. Dollar sollen als Kredite zu marktüblichen Konditionen Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen unterstützen. Sie sollten denjenigen helfen, die weniger als 60 Prozent des lokalen Durchschnittseinkommens verdienten, schrieb die "Seattle Times". (APA/dpa, 17.1.2019)

    • Microsoft will Wohnraum fördern.
      foto: apa/afp/lehtikuva/vesa moilanen

      Microsoft will Wohnraum fördern.

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