Zehn europäische Reiseziele ohne Massentourismus für 2019

    Ansichtssache18. Jänner 2019, 06:00
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    Auch in vermeintlich gut besuchten Regionen gibt es noch Überraschungen wie in Italien Bologna oder in Portugal Faro. Andere Gegenden in Europa scheinen ohnehin nicht überlaufen und sind ganz offensichtlich unterschätzt. Eine Auswahl


    foto: urlaubspiraten / pixabay

    Italien: Bologna, schon gehört – nie besucht

    "Bologna, meine Stadt!", trällert Austrorockerneuerer Wanda. Auf ihre Italien-Reiseroute setzen sie dennoch wenige. Dabei ist die Stadt ein architektonisches Kleinod mit vielen mittelalterlichen Palästen und Kirchen, versteckten Arkaden und Plätzen. Da Bologna als Universitätsstadt eine Menge Studenten beherbergt, wirkt die Stadt trotzdem immer jugendlich. Auch die kulinarischen Vorzeichen für einen Bologna-Aufenthalt sind die besten: Aus Bologna stammt nicht nur die Bolognese, die in Italien Ragú heißt, sondern auch die Lasagne und die Tortellini. Die Auswahl an edlen Feinschmeckerrestaurants und bodenständigen Trattorien hält sich hier noch die Waage.

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    Griechenland: Die Vikos-Schlucht, tiefe Einblicke ins Land

    Die Vikos-Schlucht liegt im Pindos-Gebirge im Norden Griechenlands und gilt als tiefste Schlucht der Welt. Die 600 bis 1.000 Meter profunde Schlucht kann vielerorts mit Grand-Canyon-Panoramen mithalten, allerdings ist der griechische Canyon deutlich grüner. Am einfachsten zu erreichen ist sie von Thessaloniki aus mit einem Mietwagen, die Fahrt ins Pindos-Gebirge dauert rund drei bis vier Stunden. Von Wanderungen durch die Schlucht über Kayak-Touren bis hin zum Klettern in den Kalksteinwänden ist dort vieles möglich. Insider-Tipp: Ein Abstecher zu den wunderschönen Brücken Missios und Plakidas.

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    Portugal: Faro, ein schönes Stück urbane Algarve

    Die meisten kennen von Faro nur den Flughafen und reisen gleich weiter in Richtung Algarve. Das ist unklug, denn neben dem rund fünf Kilometer langen Sandstrand hat das Küstenstädtchen vor allem eines zu bieten: In der rund 60.000-Einwohner-Stadt ist das Leben noch gemütlich. Das spürt man in den Restaurants und Bars der Stadt ebenso wie im Nachtleben – und das zu moderaten Preisen. Von Faro aus lässt sich dennoch die gesamte Algarve erkunden – sei es mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietauto. Auch der nahegelegene Naturpark Rio Formosa mit seiner Lagunen- und Wattlandschaft ist einen Besuch wert.

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    Montenegro: Der Skutarisee, Natur mit wenigen Nutznießern

    Ganz im Süden Montenegros und im Norden Albaniens liegt der Skutarisee (auch: Skadarsko Jezereo, Skadarsee oder Shkodrasee). Mit 370 Quadratkilometern ist er etwa so groß wie der Gardasee, aber von Massentourismus bisher verschont geblieben. Nur rund eine halbe Fahrstunde von der Hauptstadt Podgorica entfernt, wartet hier ein wahres Naturparadies inmitten eines wunderschönen Nationalparks. An der Westseite erhebt sich das Rumija-Gebirge, dessen Gipfel sich im Wasser spiegeln bieten. An der Ostseite verbirgt sich ein Sumpfgebiet, dessen kleine Buchten und Nebenflüsse sich gut mit dem Boot erkunden lassen. Am Ufer des Sees befinden sich zahlreiche private Unterkünfte, vom einfachen Apartment bis hin zur privaten Villa.

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    Rumänien: Sibiu, bildschönes Tor zu den Karpaten

    Am Rande der rumänischen Karpaten liegt die Stadt Sibiu (auf Deutsch: Hermannstadt). Dank der Direktflüge von Wien lohnt sich ein Besuch auch übers Wochenende. Die Innenstadt von Sibiu gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist gut zu Fuß zu erkunden. Wer länger bleibt, sollte unbedingt Ausflüge in die Karpaten unternehmen: Schloss Bran Castle, bekannt als die Heimat Graf Draculas, ist von Sibiu aus in rund zweieinhalb Stunden Autofahrt mit tollen Ausblicken zu erreichen. Nur 30 Kilometer südwestlich von Sibiu liegt der Kurort Păltiniș, das Zentrum von Gletscherseen und zahlreichen Wanderwegen.

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    Die Faröer: Inseln, die Raum zum Atmen bieten

    Auf den Faröer-Inseln im Dreieck zwischen Schottland, Norwegen und Island leben fast doppelt so viele Schafen wie Menschen. Die 18 Inseln lassen sich gut beim Wandern, mit dem Mietauto, aber auch mit dem öffentlichen Nahverkehr entdecken. Einige Inseln sind zum Teil mit unterirdischen Tunneln verbunden, zu anderen gibt es regelmäßige Fährverbindungen. Zu erklimmen gibt es rund 340 Gipfel, zu besichtigen etwa die National Art Gallery in Tórshavn oder die weit verstreuten nordischen Kirchen auf allen Eilanden.

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    Georgien: Tuschetien, Almen für Reiter und Wanderer

    Die georgische Region Tuschetien im Großen Kaukasus ist geprägt durch tiefe Täler, wilde Ströme, mittelalterliche Dörfer und unberührte Landschaften. Die meisten tuschetischen Dörfer sind nur von Mai bis Oktober bewohnt, wenn die Schafzucht auf den Almwiesen Hochkonjunktur hat. Insgesamt umfasst die Region zehn Dörfer, von denen Omalo mit 500 Einwohnern das größte und auch das Verwaltungszentrum ist. Von hier aus starten unter anderem Trekkingtouren zu Pferd in den Nationalpark.

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    Georgien: Tiflis, Architekturmix für Nostalgiker

    Georgien, die Zweite: Tiflis verfügt über einen erfrischenden Mix aus Sowjetversatzstücken und moderner Architektur an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien. Reisende erwarten viele lässige Bars in einer sehenswerten Altstadt. Zudem ist Tiflis ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge. Rund um den ehemaligen Marktplatz in der Altstadt reihen sich zahlreiche Anbieter für Touren in die Umgebung, die ab 15 Euro zu haben sind. Tipp: Eine Unterkunft oberhalb der Altstadt wählen. Nicht nur die kurzen Wege ins Zentrum, sondern auch der Blick über die Stadt lohnen sich.

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    Polen: Ostsee, ganzjährig entspannend

    Der Besuch der polnischen Ostseeküste lohnt ganzjährig. Der Badeort Kolberg etwa ist für seine erstklassigen Spas und Wellness-Resorts bekannt. Im Sommer locken hier ein weitläufiger Sandstrand und grüne Parkanlagen. In Richtung Osten führen Wanderwege in das Naturschutzgebiet Ekopark Wschodni. Die Salzmoorlandschaft besteht aus Jahrtausende altem Torfmoor und beheimatet über 80 Vogelarten. Der Kurort Kolberg liegt rund 300 Kilometer östlich von Berlin.

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    Albanien: Ksamil, Badeurlaub ohne Menschenmassen

    Neben seinen höchst unterschiedlichen Naturräumen und wilden Landschaften hat Albanien mit mediterranem Klima auch dem klassischen Sonnenanbeter etwas zu bieten: Ksamil ist einer der schönsten Badeorte des Landes. Er befindet sich im Süden des Landes, circa 15 Kilometer südlich von Saranda, und hat auch ein paar wirklich gute Restaurants im Angebot. Vier Kilometer weiter südlich liegen die Ruinen der antiken Stadt Butrint. Die Stätte zählt zum Welterbe und liegt in einem Nationalparks mit bewundernswert schöner Landschaft. (red,18.1.2019)

    Quelle: Urlaubspiraten

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