Peter Zulj wechselt zum RSC Anderlecht

    16. Jänner 2019, 17:35
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    Der ÖFB-Nationalspieler lässt Graz hinter sich und heuert in Belgien an

    Graz – Peter Zulj ist mit sofortiger Wirkung von Sturm Graz zum RSC Anderlecht gewechselt. Das verkündeten die Steirer und der belgische Rekordmeister am Mittwoch, ohne Angaben über die Ablösesumme zu machen. Der ÖFB-Teamspieler, dessen Vertrag in Graz noch bis 2020 gelaufen wäre, erhielt einen Vertrag bis 2022 und soll bereits am Freitag mit seinen neuen Klubkollegen trainieren.

    Anderlecht liegt nach 21 Runden 14 Punkte hinter RKC Genk nur an fünfter Stelle und erhofft sich von Zulj neue Impulse, erklärte Sportdirektor Michael Verschueren auf der Vereinswebsite. "Wir freuen uns, dass er sich trotz Angeboten verschiedener Teams für Anderlecht entschieden hat. Wir begrüßen einen offensiven Mittelfeldspieler, der für seine Vorlagen, Tore und Technik bekannt ist."

    Zulj spielte im Nachwuchs unter anderem für Red Bull Salzburg, den LASK und Rapid. Nach Stationen bei Grödig, Hartberg, WAC, Admira und Ried gelang ihm in der vergangenen Saison bei Sturm der Durchbruch. Der 25-Jährige war maßgeblich daran beteiligt, dass die Grazer Platz zwei und den Cupsieg holten – Lohn dafür waren die Wahl zum besten Bundesliga-Spieler 2017/18 und der Sprung in die Nationalmannschaft.

    "Es war eine wunderschöne Zeit"

    "Wenn mir vor meinem Wechsel zu Sturm jemand gesagt hätte, wie es hier laufen wird, hätte ich es niemals geglaubt. Es war eine wunderschöne Zeit, die wir gemeinsam erlebt haben. Ich habe aber auch immer betont, dass ich den Schritt ins Ausland wagen möchte. Der gesamten Sturm-Familie wünsche ich viel Erfolg für die Zukunft", erklärte Zulj, der am Donnerstag noch an der 110-Jahre-Gala von Sturm Graz teilnehmen wird.

    Sportgeschäftsführer Günter Kreissl meinte: "Im Namen des Vereins, aber auch ganz persönlich bin ich Peter für seine Verdienste rund um den SK Sturm sehr dankbar. In seiner Zeit für die Schwarz-Weißen hat er unser Spiel mit seiner ganz speziellen Art entscheidend mitgeprägt. Natürlich gibt es auch ein weinendes Auge. Aber unterm Strich überwiegt die Freude und der Stolz über das gemeinsam Erreichte sowie die Tatsache, dass Peter über den SK Sturm sowohl den Weg ins Nationalteam als auch jetzt zu einen europäischen Topklub geschafft hat."

    15 Tore und 23 Assists für Sturm

    Für die Grazer absolvierte Zulj in eineinhalb Jahren 65 Pflichtspiele und brachte es dabei auf 15 Tore und 23 Assists. Unter seinem zum Teamchef aufgestiegenen Ex-Trainer Franco Foda debütierte er am 27. März 2018 beim 4:0 in Luxemburg für das Nationalteam. In den darauffolgenden neun Länderspielen kam er achtmal zum Einsatz, darunter beim 1:0 gegen Russland und dem 2:1 gegen Deutschland.

    Sturm muss nun ohne Zulj versuchen, den Platz unter den ersten sechs abzusichern. Vier Runden vor der Gruppenteilung liegen die Steirer auf Platz sechs, drei Punkte vor Hartberg und sechs vor Rapid. (APA, 16.1.2019)

    • Graz war, Anderlecht ist.
      foto: apa/erwin scheriau

      Graz war, Anderlecht ist.

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