Raubüberfall mit Messer in Graz war erfunden

    16. Jänner 2019, 16:41
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    Vermeintliches Opfer fügte sich Schnittverletzungen selbst zu – Motiv war Scham vor Vater wegen ausgegebenem Geld

    Graz – Ein vermeintlich schwerer Raub mit einem Messer am Dienstag in Graz hat sich als Lüge aus Scham herausgestellt. Das Opfer hatte 2.000 Euro von seinem Vater bekommen und sollte damit seinen Lebensunterhalt finanzieren. Stattdessen kaufte der Mann aber einen Computer. Um nicht die Wahrheit sagen zu müssen, erfand er den Überfall und stach sich selbst ein Küchenmesser in den Bauch.

    Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Mittwoch mitteilte, waren nach dem Überfall in einem Lift in Graz-Eggenberg keine Spuren, die zu einem Täter führten, gefunden worden. Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass sich das Opfer die Verletzungen selbst zugefügt hatte. Der Mann war im LKH Graz-West behandelt worden. Seine Schnitte am Bauch stellten sich als oberflächlich heraus. Nach der medizinischen Behandlung wurde er von der Polizei vernommen. Dabei gestand er die Lüge: Er habe den Raub vorgetäuscht, weil er sich vor seinem Vater schämte.

    Nachbar rief Rettung

    Der Mann sagte, dass er nach mehreren Stichversuchen durch eine Jacke das Messer direkt gegen seinen Bauch stach. Ein Nachbar fand ihn im Lift und rief die Rettung. Ein größerer Polizeieinsatz war die Folge, bei dem auch die Cobra anrückte und das Gebäude umstellte und durchsuchte. Der 25-Jährige wird nun wegen Vortäuschung einer Straftat angezeigt. Die Kosten für den Einsatz werden ihm verrechnet. (APA, 16.1.2019)

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