Britischer Fachverlag Pearson verschärft Sparprogramm

    16. Jänner 2019, 11:55
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    Jährliche Einsparungen von 330 Mio. Euro bis Ende 2019 – Heuer 590 bis 640 Mio. Pfund Gewinn erwartet

    London – Der britische Fachverlag Pearson will durch seine Umstrukturierungen und die Konzentration auf digitale Inhalte noch stärker an der Kostenschraube drehen. Bis Ende 2019 würden die jährlichen Einsparungen über 330 Mio. Pfund (371 Mio. Euro) liegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

    Zuletzt hatte der Vorstand für die Zeit zwischen 2017 und 2020 Einsparungen von rund 300 Mio. Pfund pro Jahr angekündigt. "Wir haben 2018 gute Fortschritte gemacht, wieder zu einem Gewinnwachstum zu kommen. Es bleibt aber noch viel zu tun", sagte Konzernchef John Fallon. Der bereinigte operative Gewinn habe nach ersten Berechnungen im vergangenen Jahr 540 bis 545 Mio. Pfund erreicht. Analysten hatten mit 536 Mio. Pfund gerechnet. 2019 soll der Gewinn dann auf 590 bis 640 Mio. Pfund klettern. Experten gingen hier von 601 Mio. Pfund aus.

    Der 175 Jahre alte Verlag hat nach jahrelanger Krise Beteiligungen verkauft und Tausende Stellen gestrichen. Unter anderem wurden die Wirtschaftszeitung "Financial Times" und das Magazin "Economist" veräußert. 2017 ging der operative Gewinn um neun Prozent auf 576 Mio. Pfund zurück. (APA, Reuters, 16.1.2019)

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