Deutschland ließ mutmaßlichen Spion bei Bundeswehr festnehmen

    15. Jänner 2019, 13:28
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    Deutsch-afghanischer Staatsangehöriger soll laut Medienberichten Zugang zu "sensiblen Informationen etwa zum Einsatz der Truppe in Afghanistan" gehabt haben

    Karlsruhe – Die deutsche Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen mutmaßlichen Spion für einen iranischen Nachrichtendienst beim Militär. Der Mann sei am Dienstag im Rheinland festgenommen worden, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mit.

    Gegen den 50 Jahre alten deutsch-afghanischen Staatsangehörigen sei bereits am 6. Dezember des vergangenen Jahres Haftbefehl erlassen worden. Demzufolge wird ihm vorgeworfen, für einen iranischen Nachrichtendienst tätig gewesen zu sein und diesen mit Informationen versorgt zu haben.

    Richter wartet

    Der Mann sei Sprachauswerter und Landeskundlicher Berater der Deutschen Bundeswehr gewesen. Er sollte noch am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) vorgeführt werden. Weitere Details wurden nicht genannt.

    Zuvor hatte "Spiegel online" darüber berichtet. Dem Bericht zufolge hatte der Mann Zugang zu "sensiblen Informationen etwa zum Einsatz der Truppe in Afghanistan".

    Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte, es gebe gegen einen Angehörigen der Bundeswehr einen Spionageverdacht im Zusammenhang mit dem Iran. Für alle weiteren Fragen sei der Generalbundesanwalt zuständig. (APA, 15.1.2018)

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