Walkner verliert bei Dakar nach "ordentlichem Crash" wieder Zeit

    14. Jänner 2019, 19:27
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    Gefunden hat sie der neue Führende Ricky Brabec – Walkner nun 16 Minuten zurück

    San Juan de Marcona – Matthias Walkner hat bei der Rallye Dakar erneut unsanfte Bekanntschaft mit den Tücken der peruanischen Wüste gemacht. Der Titelverteidiger fabrizierte am Montag auf der 7. Etappe einen "ordentlichen Crash" und verlor weiter Zeit auf die Spitzenposition. Diese nimmt nun wieder der US-Amerikaner Ricky Brabec ein. Walkner fehlen als Gesamt-Siebentem bereits 16:16 Minuten auf den Honda-Fahrer.

    Nach der 323 km langen Sonderprüfung um San Juan de Marcona kam der Salzburger als Zehnter ins Ziel. Der Tagessieg ging an seinen KTM-Teamkollegen Sam Sunderland, der sich 6:30 Minuten vor dem drittplatzierten Brabec durchsetzte. Der bis Montag führende Chilene Pablo Quintanilla verlor über eine Viertelstunde auf Brabec, dessen erster Verfolger nun der Franzose Adrien van Beveren (Yamaha/+7:47 Min.) ist.

    "Extrem anstrengender Tag"

    Walkner berichtete im Ziel von einem "extrem anstrengenden Tag". Er habe zu Beginn ein gutes Tempo vorlegen können. Walkner gelang es, Quintanilla und den zu Etappenbeginn zweitplatzierten Kevin Benavides (ARG) zwischenzeitlich hinter sich zu lassen. Im Sand hätten die Verfolger aber rasch aufholen können. Die Spitzengruppe war danach zusammen und suchte laut Angaben des KTM-Fahrers zwischenzeitlich gemeinsam einen Wegpunkt.

    Die entscheidende Szene ereignete sich gegen Ende der Etappe. Benavides bremste vor Walkner bei einer Stelle unerwartet heftig. "Um nicht in ihn reinzuspringen, musste ich so sehr abbremsen, dass sich das Motorrad vor der Kompression so aufgeschaukelt hat, dass ich es nicht mehr stabilisieren konnte und einen ordentlichen Crash hingelegt habe", berichtete Walkner. "Mein Körper tut jetzt schon ziemlich weh von den ganzen Stürzen."

    "Noch ist alles drinnen"

    Auf der drittletzten Etappe von San Juan de Marcona nach Pisco starten am Dienstag die ersten zehn Motorräder gemeinsam. 574 km werden insgesamt zurückgelegt, davon sind 361 km als Sonderprüfung zu bewältigen. Walkner war trotz allem zuversichtlich: "Auch wenn die Ausgangssituation sicher nicht optimal ist, ist noch alles drinnen."

    Al-Attiyah bei Autos auf Kurs

    Nasser Al-Attiyah bleibt bei der Rallye Dakar in der Autowertung auf Kurs Richtung Gesamtsieg. Der Katarer im Toyota liegt nach der 7. Etappe am Montag nun knapp eine halbe Stunde vor seinem ersten Verfolger, dem Franzosen Stephane Peterhansel. Der 13-fache Dakar-Sieger entschied das Teilstück um San Juan de Marcona für sich. Landsmann Sebastien Loeb hatte Pech.

    Der vormals Zweitplatzierte attackierte in der peruanischen Wüste, verlor aufgrund eines technischen Defekts aber viel Zeit und fiel auf den vierten Platz der Gesamtwertung zurück. Auf Al-Attiyah fehlen Loeb nun bereits mehr als 50 Minuten. Die Rallye endet nach drei weiteren Etappen am Donnerstag in Lima.(APA, 14.1.2019)

    Ergebnisse der 7. Etappe um San Juan de Marcona (387 km/323 Sonderprüfungen):

    Motorräder: 1. Sam Sunderland (GBR) KTM 3:51:41 Stunden – 2. Jose Ignacio Cornejo Florimo (CHI) Honda +1:51 Minuten – 3. Ricky Brabec (USA) Honda 6:30 – 4. Adrien van Beveren (FRA) Yamaha 9:40 – 5. Luciano Benavides (ARG) KTM 11:19. Weiter: 10. Matthias Walkner (AUT) KTM 16:38 – 14. Pablo Quintanilla (CHI) Husqvarna 21:07

    Gesamtwertung: 1. Brabec 24:48:02 – 2. Van Beveren +7:47 – 3. Toby Price (AUS) KTM 8:28 – 4. Sunderland 9:58 – 5. Quintanilla 9:59. Weiter: 7. Walkner 16:16

    Autos: 1. Stephane Peterhansel/David Castera (FRA) Mini 4:00:01 Std. – 2. Nani Roma/Alex Haro Bravo (ESP) Mini +4:33 Min. – 3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP) Mini 9:28 – 4. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA) Toyota 11:58 – 5. Cyril Despres/Jean-Paul Cottret (FRA) Mini 12:50. Weiter: 11. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Peugeot 28:27

    Gesamtwertung: 1. Al-Attiyah/Baumel 25:13:30 – 2. Peterhansel/Castera 29:16 – 3. Roma/Haro Bravo 37:59 – 4. Loeb/Elena 54:12

    • Titelverteidiger Matthias Walkner müht sich auf der heurigen Dakar.
      foto: apa/afp/franck fife

      Titelverteidiger Matthias Walkner müht sich auf der heurigen Dakar.

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