Handball-Herren gegen Norwegen verbessert, aber chancenlos

    14. Jänner 2019, 19:07
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    Erwartete Niederlage gegen skandinavischen Mitfavoriten – Tunesien schlug Chile

    Herning – Die Überraschung ist ausgeblieben. Österreichs Handball-Männer unterlagen im dritten Spiel der Handball-WM in Deutschland und Dänemark am Montag dem klar favorisierten Norwegen mit 24:34 (13:16). Zwei Tage nach der Blamage gegen Chile gab die Truppe von Patrekur Johannesson aber zumindest vor der Pause das erhoffte Lebenszeichen ab. Auch der Aufstieg ist noch möglich – wenngleich sehr schwer.

    Im ersten Gruppe-C-Match des Tages hatte sich Tunesien gegen Chile mit 36:30 (10:7) durchgesetzt und punktemäßig mit den Südamerikanern und Österreich (je 2) gleichgezogen. Sollten die weiteren Spiele, u.a. das Duell zwischen dem haushohen Favoriten Dänemark und Österreich am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF eins), Ergebnisse gemäß Papierform bringen, müsste die ÖHB-Truppe im dann entscheidenden Spiel gegen Tunesien zum Abschluss am Donnerstag einen Sieg mit elf Toren feiern. In diesem Fall hätte man in der "kleinen Tabelle" der dann punktegleichen Teams aufgrund der Tordifferenz die Nase vor Chile und Tunesien.

    Besser als gegen Chile

    Gegen Norwegen, den Vizeweltmeister 2017 und gemeinsam mit Schweden und Österreich Co-Gastgeber der EM 2020, präsentierte sich Österreich im Vergleich zum gerade in der zweiten Hälfte lethargischen Auftritt gegen Chile von Beginn an sichtlich motiviert. In der Offensive beschäftigte man die Norweger mit schnellen, variantenreichen Aktionen und schloss bis zur zehnten Minute jeden Angriff auch mit einem Tor ab. Norwegen konnte sich erst in der 14. Minute erstmals um zwei Tore absetzen (9:7), Österreich blieb aber dran – auch wenn die Fehlwürfe in der Folge mehr wurden.

    Auch die Abwehr zeigte sich gegen die Norweger um PSG-Star Sander Sagosen verbessert, schneller und präsenter. Mit ein Grund, warum eine Unterzahl zwischen der 16. und 18. Minute mit 2:1 gewonnen werden konnte (10:11). Richtig in Verlegenheit kamen die Skandinavier aber nicht. In der 25. Minute lagen sie erstmals mit drei Toren in Front (14:11) und gingen mit einem +3 in die Kabine.

    Klare Verhältnisse in Halbzeit zwei

    Janko Bozovic, der schon vor der Pause viermal getroffen hatte, brachte Österreich zum Start der zweiten Hälfte auf 14:16 heran und verkürzte fünf Minuten später auch auf 15:19 (35.). Nikola Marinovic, Ende der ersten Hälfte für den glücklosen Kristian Pilipovic gekommen, hielt einen Siebenmeter (36.), war aber wie sein Vorgänger gegen die wurfgewaltigen Norweger zumeist ohne Erfolg.

    Im Angriff lief bei Österreich, das nun stärker durchwechselte, nur mehr wenig zusammen. Norwegen hatte die Partie spätestens beim Stand von 25:17 (45.) entschieden. Österreich gab sich aber auch bei 20:30 (54.) nicht auf, verkürzte noch leicht und wahrte so das Gesicht. Gegen Ende konnte auch der für den verletzten Dominik Schmid nachnominierte Daniel Dicker aufzeigen: Bei seiner Länderspielpremiere kam der Grazer zu seinem Premierentreffer. (APA, 14.1.2019)

    Ergebnis:

    Österreich – Norwegen 24:34 (13:16)
    Werfer Österreich: Bozovic 7, Weber 6, Frimmel, Bilyk, Wagner, Kirveliavicius je 2, Herburger, Dicker, Zivkovic je 1

    Stimmen:

    Patrekur Johannesson (Trainer Österreich): "Ich bin heute deutlich besser gelaunt als nach dem Spiel gegen Chile. Wir haben in der ersten Hälfte gut gespielt. Aber in der zweiten Hälfte haben wir Probleme gehabt. Natürlich habe ich auch viel gewechselt. Dann sind die Norweger gelaufen, gelaufen, gelaufen. Das Tempo, das Norwegen hat, ist Wahnsinn."

    Maximilian Hermann (Rückraumspieler Österreich): "Die erste Hälfte war in Ordnung. Aber in der zweiten haben wir zu viele Fehler gemacht, so kannst du gegen Norwegen nicht gewinnen."

    Christian Berge (Trainer Norwegen): "Wir wollten heute im Konter stark sein, das ist uns gelungen. In der zweiten Hälfte haben wir Österreich müde bekommen und einige leichte Tore erzielt."


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    • Österreichs Handballer schlugen sich im dritten Gruppenspiel wacker, gegen ein Team vom Format Norwegens ist das freilich zu wenig.
      foto: apa/afp/jonathan nackstrand

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