Capello für Sitzstreiks der Spieler im Kampf gegen Rassismus

    14. Jänner 2019, 16:56
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    Capello, der in seiner langen Karriere auch England und Russland trainierte, fügte hinzu, dass die "Hardcore-Ultras" im italienischen Fußball zu viel Macht hätten

    Mailand – Italiens bekannter Fußball-Trainer Fabio Capello hat am Montag Sitzstreiks der Profis im Kampf gegen Rassismus vorgeschlagen. Sollten während einer Serie-A-Partie rassistische Gesänge von den Fans zu vernehmen sein, dann sollten die Spieler zu dieser Maßnahme greifen, erklärte der 72-Jährige, der u.a. die Spitzenclubs Real Madrid, Juventus Turin und AC Milan sowie England und Russland betreut hat.

    Italiens Fußball gerät immer wieder wegen rassistischer Fans in die Negativschlagzeilen. Zuletzt wurde am Stefanitag der für Senegal spielende Napoli-Verteidiger Kalidou Koulibaly beim Gastspiel gegen Inter von den Mailänder Anhängern mit Affenlauten bedacht. Napoli-Coach Carlo Ancelotti hatte danach gedroht, dass seine Mannschaft bei solchen Verstößen künftig abtreten werde. Inter wurde zu zwei Heimspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt. (APA, 14.1.2019)

    • "Italien ist der einzige Ort, an dem die Ultras die Show leiten und die Spieler zur Kurve gehen, um ihnen zu winken", sagte er.
      foto: reuters/reuters staff

      "Italien ist der einzige Ort, an dem die Ultras die Show leiten und die Spieler zur Kurve gehen, um ihnen zu winken", sagte er.

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