Capitals mit Torrekord, KAC gewinnt 13-Tore-Partie

    13. Jänner 2019, 20:37
    26 Postings

    Die Wiener schießen die EBEL-Schießbude Zagreb 13:0 ab. Der KAC ringt Dornbirn 7:6 nieder, auch Salzburg und Graz gewinnen

    Wien – Die Vienna Capitals haben mit dem erwarteten Schützenfest gegen Medvescak Zagreb als erstes Team die Teilnahme am Playoff in der Erste Bank Eishockey Liga fixiert. Wie den Caps (13:0) gelang auch Salzburg beim 6:1 gegen die Black Wings Linz ein Torfestival, das die auf Trainersuche befindlichen Linzer aus den ersten sechs rutschen ließ.

    Erster Wien-Verfolger mit drei Punkten Rückstand sind die Graz 99ers nach einem 3:1 in Innsbruck. Der KAC gab beim 7:6 nach Verlängerung gegen Dornbirn etwas unnötig einen Punkt ab und liegt nun einen Zähler hinter den Steirern. Der VSV musste beim nun Sechsten Fehervar eine 1:3-Niederlage einstecken. Der auf Platz fünf liegende Titelverteidiger Bozen schaffte nach 0:2-Rückstand in Znojmo noch den Befreiungsschlag (3:2).

    Höchster Sieg der Ligageschichte

    Der Tabellenführer aus Wien lag bei den nicht mehr konkurrenzfähigen Bären nach acht Minuten mit 3:0 in Front – damit war die Messe gelesen. Beim höchsten Sieg der Ligageschichte stachen punktemäßig Kelsey Tessier (drei Tore) und Riley Holzapfel (ein Tor, vier Assists) noch einmal heraus. Die Caps brockten dem Prügelknaben eine neue Rekordniederlage ein. Gegen den KAC hatten die Kroaten mit 0:12 verloren, zuletzt gab es ein 2:10 gegen Dornbirn.

    Während für die Caps die Playoff-Teilnahme damit fix ist, stehen die 99ers unmittelbar davor, den Grunddurchgang zum ersten Mal seit 2013 wieder unter den ersten sechs abzuschließen. Jeweils ein Tor in jedem Drittel reichte zum 3:1-Auswärtssieg in Innsbruck. Bei den zehntplatzierten Tirolern riss damit die fünf Spiele andauernde Serie an Heimsiegen.

    Linz ging in Salzburg unter

    Bei ihrem ungefährdeten 6:1-Heimsieg deckten die Salzburger die Linzer Defensivlücken schonungslos auf. Nach Raphael Herburgers Führungstreffer sorgten Christopher Van de Velde und Thomas Raffl mit einem Doppelschlag zum 3:0 innerhalb von 19 Sekunden nach dem Startdrittel für bereits klare Verhältnisse.

    Linz-Interimstrainer Mark Szücs ersetzte Goalie Mike Ouzas durch David Kickert, der sich bis zum abgefälschten Premierentreffer von Daniel Jakubitzka (38.) zum 4:0 einige Male auszeichnen konnte. Die Abfuhr vermochte aber auch Kickert nicht zu vermeiden. Die Linzer sind laut Manager Christian Perthaler weiter "aktiv auf der Suche" nach einem neuen Trainer, der die "Spielerköpfe freimachen" und die Einfachheit zurück ins Spiel bringen soll.

    KAC-Matchwinner Comrie

    Der KAC und Dornbirn lieferten sich beim 7:6 nach Verlängerung einen torreichen Schlagabtausch, in dem Adam Comrie zum späten Matchwinner avancierte. Denn der nordamerikanische Verteidiger schoss sein Team erst fünf Sekunden vor dem Ende in die "Overtime" und dann zum Sieg.

    Dornbirn-Legionär Brendan O'Donnell hatte die Vorarlberger mit seinem siebenten Treffer in den vergangenen zwei Spielen in der Schlussminute – erstmals im Spiel – in Führung gebracht. Bis auf die späte Wende lagen nur die Kärntner in Front, zweimal sogar mit Plus zwei Toren. (APA, 13.1.2018)

    38. EBEL-Runde, Sonntag

    Red Bull Salzburg – Black Wings Linz 6:1 (3:0, 2:0, 1:1). Salzburg, 3.159. Tore: Herburger (4., 40.), Van de Velde (14.), Raffl (14.), Jakubitzka (38.), Huber (45./PP) bzw. Kearns (56.) Strafminuten: 16 bzw. 20

    Medvescak Zagreb – Vienna Capitals 0:13 (0:3, 0:4, 0:6). Zagreb, 2.287. Tore: De Sousa (5./SH), Tessier (7., 31., 55.), Schneider (8., 51.,), Hartl (24., 56.), Vause (34.) Wall (35.), Olden (44.), Großlercher (52.), Holzapfel (57.). Strafminuten: 6 bzw. 4

    HC Innsbruck – Graz 99ers 1:3 (0:1, 0:1, 1:1). Innsbruck, 2.200. Tore: Clark (55.) bzw. Kainz (14.), Garbowsky (32.), Oberkofler (58.). Strafminuten: 10 bzw. 2

    KAC – Dornbirner EC 7:6 n.V. (2:1, 3:4, 1:1, 1:0) Klagenfurt, 3.320. Tore: Bischofberger (6./PP), Koch (8./PP), S. Geier (25./SH), Kozek (27.), Kraus (34., Comrie (60., 61.) bzw. O'Donnell (8., 35., 60.), Magnan (25.), Zwerger (27.), Timmins (32.) Strafminuten: je 6

    Fehervar – VSV 3:1 (2:1, 1:0, 0:0). Fehervar, 3.285. Tore: Hari (11.), Philipps (16.), Koskiranta (33.) bzw. Sharp (17./PP). Strafminuten: 8 bzw. 10

    HC Znojmo – HCB Südtirol 2:3 (1:0, 1:0, 0:3). Znaim, 2.371. Tore: Hlava (12./PP), Kalus (37.) bzw. Bernard (48./SH), Findlay (49.), Petan (56.). Strafminuten: 4 bzw. 6

    • Die Capitals durften 13-mal jubeln.
      foto: apa/georg hochmuth

      Die Capitals durften 13-mal jubeln.

    Share if you care.