#WienStehtAuf: Netzgemeinde lehnt sich gegen Kurz-Sager auf

    12. Jänner 2019, 10:17
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    Der Kanzler sagte, dass "in vielen Familien in der Früh nur mehr die Kinder aufstehen, weil die Eltern nicht arbeiten gehen"

    Während der Regierungsklausur in der Wienerwaldgemeinde Mauerbach sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP): "Ich glaube nicht, dass es eine gute Entwicklung ist, wenn immer weniger Menschen in der Früh aufstehen, um zu arbeiten, und in immer mehr Familien nur mehr die Kinder in der Früh aufstehen, um zur Schule zu gehen." Kurz bezog sich auf die Sozialhilfe und sprach damit die rot-grüne Stadtregierung in Wien an, die wiederum verkündet hat, die neue Mindestsicherung nicht umzusetzen. Sie wirft der Bundesregierung soziale Kälte vor.

    Empörung von Wiener-Nutzern

    Neben der Entrüstung Stadtregierung selbst, die Kurz' Angriff als "letztklassig" bezeichnete, sorgten die Aussagen des Bundeskanzlers auch in sozialen Netzen vor allem bei Usern aus Wien für Empörung. Nutzer stieß vor allem gegen den Kopf, dass Kurz der Bundeshauptstadt Faulheit vorwerfe.

    Auf Twitter bildete sich der Hashtag #WienStehtAuf, in dem User gegen seine Aussage protestieren und Gegenargumente nennen, andererseits sich aber auch darüber lustig machen. Er erreichte innerhalb kürzester Zeit die erste Stelle der österreichischen Twitter-Charts. Zahlreiche Tweets wurden verfasst, viele von ihnen erreichten hunderte Reaktionen. Eine Auswahl.

    User verspotteten auch einen Tweet von Kurz in seiner Zeit als JVP-Obmann und wiesen auf Ironie. Kurz hatte schrieb damals den Spruch: "lang schlafen, kurz wählen gehen. ;-)".

    (red, 12.1.2019)

    • Kurz wird für seine Aussage scharf kritisiert.
      foto: apa/roland schlager

      Kurz wird für seine Aussage scharf kritisiert.

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